Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Fein. 503

ist, als sich pu$e». Im Hochdeutschen sogt man inder vertraulichen Sprechart, er tragt sich ganz fein, ersehr fein gekleidet, d. i. ganz artig, dem Wohlständegemäß, b) Der Absicht, den Bedürfnissen gemäß, ei«' nett geringern Gkad des Vorzuges auszudrucken, als viel,

> schön u. ss f. anzeigen würden. Er hat ein feine»Dermögen, oder Auskommen. Du schreibest einen

> feinen, ganz artigen, Hrief. Oft auch höhnisch. Einefeine Frage! c) Dem Wohlstände, den guten Sittengemäß. Er ist ein recht feiner, artiger Mensch. Darist nicht fein. Die feine Lebensart, die den ange»nommenen Gesehen des Wohlstandes gemäß ist.

In dieser ganzen ersten Bedeutung braucht man fein alssiugemildertes Lob, entweder von Dingen, die an und für sichselbst weiter üM als ihrer Absicht gemäß sind, oder auch vonvorzüglichern Sachen, wenn man ihnen aus gewissen Absichtenkein höheres Lob beylegen will.

%. Zart, dünn, subtil, mit dem Nebenbegrisse de»gutey Ansehens, oder des daran gewandten Fleißes, imGegensatze des Groben; Fr. deli£ oder menu. s(1) Eigentlich Feiner Zwirn, feines Garn, fei,»es Tuch,, feine Leinwand. Der Zeug ist fchr fein.Feines Mehl, fei» gegebene Farbe». Etwas Zü>ss»snem feinen puiver stoßen. Ein feiner Hut, fein*Strümpfe. Ein feiner Sandstein, der aus feine«Theile« bestehet, ein feines Korn hat.. .

(-) Figürlich, s) Von fremde» Zusähe gereinigrk,geläutert. Feiner Zuckers Feines Gold, feines Sil-ber, feines Zinn. Eme Sache wieder in das Feinebringen^ sie wieder in Ordnung bringen,. wofür ^nauch zagt , sie in das Reine bringen, b) Da^ vor-trefflichste in seiner Gattung, Feiner, ,.d..i. auöge.suchrer ünh schmackhafter, wein. (9) ^Iss^kostbarFNMaterien, dergleichen feines Gold u s. scsinjd^ .verfertiget.Im gem. Leben verstehet man unter ferne» Waare»oft solche, die aus Gold, Silber, Seide, Uird andernkostbaren und theuern Materien verfertigt sittd. n 6) Mit- Ii 4 Kunst