Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
579
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Fenster. 579

Von außen pflegt man sie, um sich vor der Kälte zu ver«wahren, mit doppelten Glasthüren zu versehen, auch wohl ei»nen starken Doppel. Drillich herunter hangen zu laßen, dersich im Hinausziehen über einander rollet, und hinter einer be»sonders dazu verfertigten Verzierung verdeckt ist, daß man als»denn von außen denselben gar nicht siehet. Damit das Regen«Wasser nicht in die Zimmer laufe, macht man an die Glas-Thüren Anschläge, welche dasselbe auswärts ableiten, und andie Rahmen etwas breiter Schnitzwerk, welches man nachhermit einem guten Fenstcrkitt verstreichet.

Ein Blzsidfensteu, oder blindes Fenster, Fr.Fauste - FenGtre, Fenßtre fcinre, ist ein vertieftes Feldin einer Mauer von außen, welches in der Reihe derFenster stehet, und eines Fensters Stelle vertreten muß,daher bisweilen auch in das Feld ein Fenster gemahletwird, so aber oft gar bald vom Werter unscheinbar ge«macht werden kann, wodurch alsdenn ein Mißstandentgehet. Besser ist es, wenn in das Feld wirklichein rechtes Fenster eingesetzt, und die Wand dahinterschwarz angestrichen wird.

Nachdem ich von den verschiedenen Arten der Fen-ster, wie auch ihrer Eröffnung, Einfassung und Ver-zierung geredet, muß ich auch von ihrem Rahmwerkeund ihrer Verschließung handeln.

Der viereckige Kasten von Bretern, welcher die in-wendigen Seiten eines Fensters bekleidet, wird das Fen-sterfutter; das Bret über der Brustlehne, Fenster-Bret, (die Tischcr, wenigstens hiesiger Gegenden, neu-nen dasselbe Lateebrec,) die hölzerne Einfassung derGlasscheiben, der Fmsterrahm, oder Fensterrah-men ; der in seinem Rahmen und um seine Haspen be-wegliche Theil eines Fensters, der Fensterflügel; deram untersten Stücke eines Fensterflügels überhangendeoder vorragende breite Rand, welcher den an die Fen-ster schlagenden Regen üdertriefen läßt, und also ab-hält, daß er sich nicht zwischen den Flügeln einziehet»könne, ein Majserscyenkel oder wercerschenkel, Fr.

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