Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
582
JPEG-Download
 

582 Fenster.

den Rahmen, ehe er angestrichen wird, besehen. E< Iist gur, wenn man wenig Sprossen macht; man erhaltdadurch mehr Licht, und vermeidet viele faulende Stel«len. Die Ouerstücke der Flügel sowohl als des Krett«zes, imglelchen die Ober-und Unterschenkel des Fenster«Futters, müssen mit nicht zu schmalen Wetterschenkelk«und so genannten Werternasen, die, wo möglich, ganzvorn, jedoch nicht rund, sondern in dreyeckiger Figurzu ziehen sind, versehen werden, um das am Glase her«unterlaufende Wasser so oft, als nöthig, abzuleiten-Um das Eindringen der Luft zu verwehren, muß mandie Falze doppelt, und inwendig noch übergreifend,verfertigen. Man vermeidet dadurch, daß man denMirtelstab des Kreuhes an einen der Fensterflügel bef? ■stiget, eine solche überfalzte Fuge, und erhält daneben Inoch beym Aufmachen die Bequemlichkeit eines in dieBreite ganz geöffneten Fensters. In diesem Fall abermuß der Fensterflügel, an welchem gedachter Mittel«Stab des Kreuhes sich findet, vermittelst zweyer Rit'gel oben und unken befestiget werden.

Es ist nicht genug, wenn die Wetterschenkel, welche a>Nbesten aus dem Ganzen gemacht werden, auf der unter» und !obern Seite glatt gearbeitet werden; denn die an denselben krie«chcnve Nässe schleicht sich .allmählich in die Spalten des FEsicrrahmens, bringt die Nässe inwendig hinein, und ziehetFäulntß nach sich, sondern sie müssen auf der untern Seite, iv»der Abfall ist, insgesammt ausgekehlt werden. Dieses vcrut»

,, fachet, daß die Nässe sich nicht weiter verbreiten kann, sonder»herabfallen muß. Sie fällt sodenu außerhalb aus das gcmauettte F-nsterbret; und damit dadurch die äußere Seite des 3^'stersulkees nicht bald zum Faulen komme, und die Nässe cw'dringe, ist das Fensterfutter mit Kalk genau von der

an das Futter zu verstreichen, und das gemauerte Fensterbreemuß nicht horizontal seyn, sondern von dem Fensterfutteretwas schräg niedergehen.

Sgeidn civmiii eines vonüglichen Fensterrahmens, dessen vorncbETheile i» dem Fürnl. Zerbstischen Schlosse Dvrenbnrg, im ~Li 7 )'. 7 / .mit gutem Erfolg angebracht worden sind, st. in No > 1-es Lechz. Inr. Bl. »• 1 .176;, Art. X, No. 2.