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(Amnios) wird gleichfalls zürn Trocknen aufgeblasen;beyde Theile werden hierauf zusammen gerollt, und her«nach gebraucht die Fenster damit zu überziehen. DieseFenster sind entweder viereckig in 4 bis 6 Scheiben ab»getheilt, oder (wie fast allgemein) rund von dünnge»fchnittnen Weidenstangen oder Reisern gemacht. Dievorerwähnten dünnen Häute werden wieder «uögeweicht,ehe man damit dieFenster überziehet, und geben hernachein eben so helles Licht, als das klareste Glas. Vonden runden Fenstern findet man einige an jedes Hau-oder Abtheilung des Hokes angebracht.
Olafsens Reise durch Island, Tl). 1, ©. 13*.
In Sibirien und Rußland, werden Fenster ausEis (s.TH.X, S. 526), und ausMarier>glas(s.mM.)gemacht.
Die Taearn bedienen sich, an statt der Fenster-Scheiben, der äußern Haut eines Kälbermagens, welchesie über die Rahmen spannen, und wodurch sie ein ziem-liches Licht in den Stuben erhalten.
Die Glasfenster werden von mancherley Glase ge»fertiger; als: von Tafelglase, Spiegelglase und ordinäremGlase. Siehe Glas. Es giebt viereckige, runde, acht-und sechseckige Fensterscheiben und Spitzrauten (*). Dievier letztem Arten sind im römischen Reiche, in Böhmenund Sachsen, noch üblich; sonst ist fast durchgängig dieerstere Art die gewöhnlichste. Die andern runden, nen-net man auch Ochsenaugen, und die großen Bruder-Rüchen (**). Letztere werden nur in kleine Häuser,und meistens bey armen Bauersleuten, und vor Kam»Mern und Ställe gebraucht.
Man will aus richtiger Erfahrung wissen, daß durch ei-nige Fensterscheiben, dir, bey ihrer Verfertigung, ungefähr
eine
C) In bett gemeinen Svrecharten, besonders Niederdeutschlande-,werden die Fensterscheiben Rauken genannt. Siehe Rame.
(") Vielleicht darum, weil sie in den Klöstern u>ch Kirchen derMilche ehedem sehr üblich waren. •