Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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610
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6io Ferchen. Ferge.

2. Der Ferch, der Koch der Thiere, die Hürdender Schafe auf dem Felde. Siehe pferch.

3. Das Ferch, das Blut, Leben, der Leib, derTod, ein altes oberdeutsches Wort, welches bey denalten Schriftstellern häufig vorkommt, aber mit feinenAbleitungen Ferchwnnve, tödkliche Wunde, Ferch-feind, rodtfeind, ferchlos, entseelt u. s. fi im Hoch«deutschen völlig veraltet ist.

Ferchen, ist nur im Oberdeutschen üblich, für fertigen,fertig machen, hinschaffen. Lebensmirtel an einenGrc ferchen, d. i. schaffen. Ein Fercher, ein Gü«terbestäter. Die Ferchftube, die ExpeditionSstube.

Ferdinand, (Prince ) eine Nelkenforte; f. unter Nelke.

Ferding, eine im Niedersächsischen übliche Münze, soder vierte Theil einer Mark, oft aber nur der vierteTheil einer andern Münze ist; und auch Ferrh, Verth,im mittlernLat.Ferto, lautet; von vier,Niederf. veer.

Zu Riga hält ein Ferding i£ Groschen; eineMark Ferdings aber 2 Ferdinge, oder z Groschen; 2MarkFerdings machen daselbst lMark; loMarkFer«dingS, r Fl.; und 30 MarkFerdings, oder 60 Fer«dinge, einen Reichschaler. Diese Ferdingsmünze istdie rigifche Courantmünze, welche gegen holländischCourailt ungefähr 36 p. C. differiret.

In Bremen ist peerding, und im Engl. Far-thing der 4te Theil einer Mark, oder 8 Grote BremerGeldes. S> Vierchel.

Ferendin, siehe Ferandine.

Ferge, ein Fährmann oder Schiffer, ein altes oderdeut«sches im Hochdeutschen unbekanntes Wort, welchesLuther aus einer ältern oberdeutschen Uederseßung bey«behalten hat. Deine Fergen werden umkommen,Ezech. 27, 27. Von fahren, wovon Färich, Ferch,Feriger, ein Schiffer, Fährmann, undFergegeldfür Fährgeld, noch jetzt im Oberdeutschen uvlich sind.Siehe Fähre.

Ferien,

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