Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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6Z4 Fest-Backer. Fest-und Feyek-Tag.

' Die drey hohen Feste. Ein jährliches Fest, welche-alle Jahre gefeyert wird. Unbewegliche Feste, welchebeständig anf einen und eben denselben Tag des Jahresfallen, zum Unterschiede von den beweglichen. SieheFest-Tag.

2. Mit Lustbarkeiten. Ein Geburtsfest, Nah-men sfest, Giegesfest, Hochzeilfest, Freudenfest u. st f*Ein großes Fest anstellen. Weil unter dergleichenLustbarkeiten Essen und Trinken gemeiniglich die vor«nehmste ist, so wird auch wohl ein jeder Echmous-einFest genannt, welche Bedeutung auch das Lat. Festemund das Franz. Festin haben.

Fest-Bäcker, siehe Fast-Bäcker.

Fest-machen, sich durch abergläubische Mittel vor Ver-wundungen in Sicherheit fetzen; s. pastauer Runst.

Fest-Tag, der Tag, an welchem ein Fest gefeyert wird;insonderheit, ein zu gottesdienstlichen Uebungen ausge«fehter Tag, zum Unterschiede von den Sonntagen; eiltFeyerrag. Die geistlichen Betrachtungen über dieFest- und Feyertage, gehören in den Bezirk der Got«tesgelehrten. Ich betrachte dieselben hier nur nach der»Polizey-Grundsätzen.

Dieser Gegenstand hat in den neuern Zeiten vieleAufmerksamkeit erwecket. Es ist derjenige Streit ge-nugsam bekannt, den der Cardinal Quirini/ Muratoki,und andere italiänische Gelehrte deshalb geführt haben,und woran selbst der lehtverstorbene Papst starken An-theil genommen hat. Man glaubte nähmlich, daß dievielen Festtage, insonderheit in der katholischen Kirche,dem Wohlstände des gemeinen Wesens nachtheilig wä-ren ; und man hat daher sowohl in verschiedenen katho-lischen Staaten, als auch in einigen protestantischesLändern, viele Festtage abgeschafft. Ohne mich in dieBeurtheilung dieses Streits einzulaßeu, bemerke nurdieses,, daß beyde Parteyen aus gar verschiedenen Grund-Sätzen in den Streit eintraten. Die überflüßigenFcher-