Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Fettigkeit. 679

set und arbeitet um deswillen nicht qttders, ob mangleich aufhört zu wachsen; und der Rahrungssaft,welcher sonst zur Ausdehnung und Vollendung derGiredmaßen angewendet worden, wirb also> von die«ser Zeit an, zu einem Ueberstusse, welcher zu Fetteschlägt. ES ist eben so, wie mit den Leuten, de-nen Arme und Beine abgenommen worden sind.Weil sie darum nicht weniger speisen, ob sie gleichdiese Glieder nicht mehr ernähren dürfen: ‘ so werpensie bey einer Lebensart, die sie vorher nicht masttte,ungemein vollblütig und fett, indem sie täglich echegroße Menge guten Nahrungssafc übrig behalten, dernicht mehr, wie sonst, sich durch die Glieder mitausdehnet.' '

Lmrsnay hat ausgerechnet, daß ein erwachsenerMensch, wenn er sich im natürlichen Zustande be-findet, ^ungefähr g! Pfund Fett haben müsse. DaSMittlere Gewicht eines Menschen ist 16a Pfund.Da e? nun aber sehr fette Leute gegeben hat, wel-che 400, 500, j,a so gar 600 Pfund schwer gewe-sen sind: so kann man leicht erachten, daß diesesÜebergewicht eine ganz ungeheure Abweichung von»Zustande der Natur seyn müsse. Man hat Leutegesehen,, welche 6 Zoll hoch Fett unter der Haut ge-habt haben, und bey den Thieren findet man ähn-liche Beyspiele. Es gibt Schweine, die so fett ge-wesen, daß ihre Haut 15 Zoll hoch vvm Knochenabgestanden. Ein Oche, der sonst' etwa 502Pfund wiegt, kann auf 2600, ja bis ‘2800 Pfundsteigen, welches die Hälfte vom Gewichte eines Ele-phanten ist. Diese erstaunliche Abweichungen vonder Natur können unmöglich glückliche Folgen ha-ben , und die Aerzte aller Zeiten haben diesesschon eingesehen. Hippoerares warnte schon, daß

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