34 Glauberisches Satz.
sondern der Mist wird nur etwas weicher als gewöhn»lich, jedoch durchgehende von einerley Consistenz, ab»gehen. Ist hingegen Las Verdauungögeschaft in kei-ner guten Ordnung, wie es denn diese Beschaffenheitunstreitig bey den mehresten hat, so wird das Larierenerfolgen. Es wird dieses aber auch, wenn man mitder Anwendung des Glaubersalzes beschriebener Ma-ßen unausgesetzt fortfährt, gewiß wieder nachlassen;und es wird alsdenn der Mist zwar etwas weich, aberdurchaus einerley, hervor kommen. Hat man nunwahrgenommen, daß der Mist in der so eben erwähn-ten Beschaffenheit, wenigstens 3 bis 4 Tage lang, oh-ne Veränderung abgegangen ist, so kann man die Curfür vollendet halten, und also, wenn man will, vondem fernern Gebrauche des Glaubersalzes abstehen.Es kommt bey diesem Gebrauche also nicht darauf an,daß das Vieh eine gewisse Menge Glaubersalz müssegenossen, oder, daß die Cur eine gewisse Zeit müssegedauert haben, sondern man hält mit der Cur nachBeschaffenheit der Umstände des Viehes an, und dasangegebene Kennzeichen von der Beschaffenheit desMistes dient zur richtigen Beurtheilung solcher Um-stände. Man darf aber auch nichts weniger befürchten,als daß man etwann das Salz auf gedachte Weise zulange anwenden möchte. Dem Viehe würde so gareine beständige Anwendung nicht nur nicht schaden,sondern vielmehr höchst nützlich seyn. Auch die Kostendes Salzes würden die milchenden Kühe mit mehre-rer Milch, und das nicht Milch gebende Rindviehdurch die Erlangung mehrern Fleisches und Jettes beyeinerley Fütterung reichlich ersetzen.
Gesetzt aber, die Gefahr sey größer/ als ich vor-hin erwähnte, und das Rindvieh m der Nachbarschaftwürde bereits hin und wieder von der Seuche ergriffen.In solchem Falle muß man mehr eilen, dein Viehe ei-ne etwas beträchtliche Menge von dem Glaubersalze
beyzu-