Glied, in der Baukunst. 53
Nahmen der Glieder. Eines Gliedes lang, d. i.eines Gliedes am Finger.
2) Figürlich, wo die Theile eines Ganzen in ver-schiedenen Fällen mir diesem Nahmen beleget werden,a) An verschiedenen Pflanzen, besonders an den GraS-Arten, wird der zwischen zweyen Knoten oder Absah-en befindliche Theil, der Schuß, gleichfalls einGlied genannt; L. Intemodium. b) Im Kriegswe-sen führt eine Reihe an einander geschlossener Solda-ten in Ansehung des ganzen Haufens schon von altenZeiten her den Nahmen eines Gliedes; Fr. Rsnx.Aus dem Gtiede treten. Das Regimenr mußte indreyen Gliedern aufmarschiren. e) In der Bau-Kunst sind die Glieder diejenigen kleinern Theile, wei-cht eine so genannte Ordnung ausmachen; wovon wei«unten ausführlich handeln werde. 6) In der Re-chenkunst heißen die Theile eines Verhältnisses, oderdiejenigen Größen, welche man mit einander vergleicht,gleichfalls Glieder, Termini; da denn die erste denNahmen des Vordergliedes und die letzte des Hin-tergliedes führt, e) Die einzelen Personen einer Fa-wilie, in Ansehung ihrer Verwandtschaft, der Grad;doch nur in absteigender Linie. Joseph saheEphra-
ims Minder bis ins dritte Glied, i Mos. ;o, 23,
viS zu seinen Urenkeln, f) Eine einzele Person einerGesellschaft. Ein Rathsglied, ein Glied desRathes. Ein Glied der Gemeine, der Rirche,der bürgerlichen Gesellschaft. Ein nützlichesGlied der menschlichen Gesellschaft. In einigenFällen ist dafür LNirglied üblicher.
0 Zukunft versteht man unter Glieder,
•>V .. a ’ 5 r * Moulures, Holl. bceclen, die kleinernhSr Zusammensetzung die Verzierung
selb^E^?^. und der zu den wesentlichen Theilen der-u»en gehörigen Haupttheile, besonders die GesimseD z enr-