Glocke.
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ner Glocke. 5) Ein glockenförmiger Bauzierrath;siehe Glocken - (Quästchen. 6) Eine gewisse Gatt-ung Gewichtes; siehe Th. XVIII, 172, f.
In der ersten und eigentlichen Bedeutung diesesWortes, gibt es eine dreyfache Art Glocken: Rir-chen- Laut- oder Thurm-Glocken, Schlag»-Glocken, und Rappen, oder kleine Glocken an gro-ßen Stubenuhren. Alle diese drey Arten werden vonden Glockengießern, L. Fulor eampanarum, Fr.Fondeur de cloches, welche aber insgemein unter denso genannten Rochgießern mit begriffen werden, ausMetall gegossen. Insgemein sind die Glockengießerauch zugleich Stückgießer, und heißen daher Stück-und Glockengießer. Einige von ihnen besitzen auchdie Geschicklichkeit, nach einem vorgearbeiteten Modell,metallene Statuen zu gießen, wovon im Art. StatueAnzeige geschehen wird. Eben so verfertigen auch dieGlockengießer noch verschiedene andere Stücke, als:Platten für die Spiegelfabriken, hohle Walzen zumAppretiren der seidenen Zeuge, Spritzen u. d. gl. amgewöhnlichsten aber die Stoßmörser für die Apothekerund Materialisten.
Was zuvörderst die Geschichte der Rirchen-Glocken betrifft: so finden wir bereits im Alren Te-stament kleine Glocken bemn Gottesdienste gebraucht,welche zur Erfindung unserer größeren und so genann-ten Kirchenglocken Gelegenheit gegeben haben können.Wir finden aber eine dreyfache Spuhr von Glocke»»jn der alten jüdischen Rieche. i) Die TalmudisteNnennen uns ein Klingwerk von großen kupfernen Ku-geln, Migrepha, welches sie von einem andern Blase-Instrument, Magrepha, unterscheiden. Ee stand,nach ihrer Beschreibung, unter einem der gewölbtenBogen am Tempelbergc, und da wurde eö auch ge-
rühret,