Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Glocke.'

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wo sie die größte Dicke hak, und wo sie dem Stoße desKlöppels ausgesetzt ist. Die Glocke steht sich nähm-lich bis zu dem Puncte b, nach dem Innern in einenBogen zurück, und von diesem Puncte bis zur Haube,c, nach dem Aeußern. Beydes zusammen nennt manim gem. Leben die Schweifung; die Gießer benennendiesen Theil aber bloß nach der Zahl derTheilungspun-cte 2, 4, 5 u. s. w. ab, Flg. 1005. Von dem End-Puncte der Schweifung 0, nimmt die Nietalldicke wie-der etwas zu, weil dieser Theil die Last der ganzen Glo-cke tragen muß. Indessen darf man ihm doch nichtdie Dicke deö Kranzes geben. Die Gießer nennendiesen Theil die platte, und im gem. Leben heißt erdie Haube. Auf der Haube stehen die Henkel (Hän-gel) oder Gehre, Fr. Leiste, st, Fig. 1004, worandie Glocke befestiget wird. Sechs dieser Henkel stehenim Kreise um den siebenten, welchen man den Mittel-Bogen nennt, und lehnen sich an denselben.

Im /rcn Theile des Schauplatzes der Natur, S. 277,Werden »roch, außer den angefühlten, folgende Theile bemerkt.Der zugespitzte Theil unter der Kranzdicke, a f, heißt hier derBord; der Theil ai> die Schweifung; bc, der Obelsatz, mchder Kreis in a die Höhlung.

Hieraus folgt Zweyrens, daß die Gießer den Glo-cken eine verschiedene Weite und Metalldicke geben;und dieses beruhet auf die Erfahrung, daß eine Glocke,die wie ein Kessel durchgängig gleich weit und dick ist,nur einen dumpfigen Schall verursachet. Hierzukommt, daß die Glocke durch diese Einrichtung ein bes-seres Ansehen erhält, und daß man Metall spahret.Versteht überdem Drittens der Gießer die Kunst, denflocken eines Geläutes ein solches Verhältniß gegeneinander zu geben, welches mit den Gesetzen der Har-monie übereinstimmt, so wird seine Geschicklichkeitstillschweigend den Beyfall des Ohres erhalten. Eskommt hierbey hauptsächlich auf den Schlagring oderdenjenigen Zirkel unten an der Glocke an, an welchen

der