Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Glocken-Spiel.

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Glockenspiel, wie eö noch ist, in Amsterdam von demberühmten de Graave, der mit dem Emoni in Bra-öanc in seiner Art der größte Gießer war, gießen, undder harlemer Uhr einrichten. Diese Uhr hat 4 Ge-eichte; eins, das den Stundenzeiger treibt, von 5Bleyrentner; das zweyte zur halben Stunde, von 6Etn.; das Stundengewicht, von 8 Ctn.; das vierte,welches zum Bewegen des Glockenspieles da ist, undkö Tag und Nacht treibt, ist 24 Ct. schwer. Die Stärkeder dazu gehörigen Taue kann man sich leicht gedenken.Das Spieltau allein kostet 15 Thaler, und muß allehöchstens 18, Monathe neu eingezogen werden.Bor einigen Jahren zerschlug sein Gewicht, als eö sichZerfasert hatte, dicke Balken, und man hält einen ho-hen gasten mit Lohe, wider dergleichen zu befürchten-den Zufall, untergesetzt. Das Tau ist am Wellbaumelest, legt sich wie eine Uhrkette um denselben, und mußtäglich zwey Mahl aufgezogen werden. Davon geht^gleich die große eiserne Walze oder Notentrommel umihre 'Achse herum. Das ganze Werk ward 1714, d.3 * Dec. völlig zu Stande gebracht, und d. 1 Jan.1 ' 7 i s zum ersten Mahl, durch das Uhrwerk getrieben,ddllkommen gehört. Wenn in der Thurmuhr die Aus-lösung geschieht, wird das Tap vom schweren Spielge-^ichte herab gezogen, und das Glockenspiel fängt zufielen an. Es spielt alle halbe Viertelstunden an; alleViertelstunden spielt es ein Präludium, alle halbe undAmze Stunden aber ein oder zwey Verse aus einem^falme oder geistlichen Liede, nach deren Endigungvernach die halbe, oder ganze Stunde schlägt. Nach«® ein Man also das Uhrwerk und die Walze stellet, spieltGlockenspiel nach einer oder andem Melodie vonleibst. j, em dabey befindlichen Clavier und Pedal^er kann der Director des Glockenspieles, wie auf ei-€t Orgel, nach der Kunst spielen, welches er sowohl*es Sommers als Winkers, Sonntags uudMinwochs,

nach.