Gold. 351
der Fsuß abermahl eine Stunde gedauert hat, wird wie.der ein Drittel von den ungeschwefelken Körnern hinzugeschüttet, und eine Stunde darauf der Ueberrest.Alsdenn wird der Fluß noch eine Zeitlang unterhalten,und die Materie wenigstens alle halbe Stunden vsnAnfang bis zu Ende durcheinander gerührt, und da-i'vifchen der Tiegel dicht zugedeckt gehalten. Das mckdem Schwefel vermengte Silber sieht im Flusse dunkel-bräunlich aus. Wenn man eö eine Zeitlang imSchmelzen erhalten hat, und ein Theil des Schwefelsu« flogen ist, wird die Oberfläche weiß, und man wirdeinige helle Tropfen Silber, ungefähr in der Größevon Erbsen darauf gewahr. Alödenn muß mit der,Feuerung sofort nachgelassen werden, und es wird al-les zusammen in einen mit Talg bestrichenen und ge-bührend heiß gemachten eisernen Mörser auSgegossen,oder wenn die Quantität zu stark ist, als daß man sich,sie mit einem mahl aufzuheben, getrauen könnte, wirderst ein Theil von oben mit einem kleinen Schmelztie-gel abgeschöpfet, und hersiach das übrige in den Mör-ser gegossen. Das Gold, welches anfänglich durchdie ganze Masse vertheilt war, findet man nunmehr ineinem Theile derselben auf dem Boden beysammen,Und betragt nur ungefähr so viel, als vom ungefchwefel-ten aufgehoben gewesen. . Dieser Theil kann von demüber ihm liegenden Schwefelsilber vermittelst eines Meistssls und Hammers abgesondert werden; oder noch bestssr, weil die Oberfläche der untersten Masse insgemeinuneben und ungleich ist, kann man die ganze Masse,Mit ihrem Boden zu oberst in einen Schmelztiegel le-gen, da denn der fchwefelige Theil gar bald schmelzen,und derjenige, welcher daö Gold enthält, ungefchmol-äon zurück bleiben wird, welcher also auf diese Art vonv dein andern vollkommen abgesondert werden kamstDas Schwefelslber probiert man, indem man etwasdavon in einem offenen Schmeljtiegel im Flusse erhalt,
bis