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Hafen.
fen, wenn er vollkommen heißen soll, erfordertwerden. Da nun solche unstreitig auf die Lage, wel»che er in Ansehung der benachbarten Staaten, und an-derer nicht minder wichtigen Betrachtungen hak, an-kommen: so erwäge ich zuerst die verschiedenen Lagen,die sich, in Rücksicht auf den Krieg und den Handel,für ihn schicken.
Man erkennt, ohne große Einsicht in die StaatS-Kunst, leicht, wie wichtig ein königlicher Hafen ist,der an einer Küste, in der Nahe einer andern, welcheeiner übel gesinnten Macht gehört, gelegen ist, damitman bey günstigen Gelegenheiten etwas unternehmen,und zurück kommende Kriegs - oder auch Kauffahrdey.Schiffe, die vor den feindlichen Ufern nothwendig vor-bey gehen müssen, bedecken könne. Denn welcher Ge-fahr stünden sie nicht bloß, wenn sie sich nur auf sichselbst verlassen müßten, und keinen andern Schuh zuhoffen hätten! Ein Hafen hingegen, wo alles zur Aus-rüstung einer Flotte benöchigte im Vorrakh ist, undwelcher eine Menge Schiffe, die sogleich auslauftnkönnen, bedeckt halt, ist im Stande, Respect zu ma-chen, und den Handel, selbst mitten im Kriege, auf-recht zu erhalten, so daß er für denselben mehr nüh'ichals schädlich werden kann. Ein solcher war der Hafenzu Dünkirchen, ehe er im I. 1714 geschleifec wurde.
Es ist auch ein großer Vortheil, wenn man einenwohl befestigten Hafen selbst auf der Küste eines feind-lichen Landes, die unsern! Lande gegenüberliegt, be-siht, damit er nicht allein unsere Küste bedecke, son-dern auch bey Sturme, oder bey widrigen Winden,den Schiffen zur Zuflucht diene. Ein solcher ist fürSpanien, der Hafen Marsalquivir, bey Oran.Auch ein Hafen, ob er gleich weit entfernt ist, kannvon großer Wichtigkeit seyn, wenn er sich am Wegelangwieriger Seereisen befindet, damit derselbe zurNiederlage diene, oder auch, um geschlagene oder
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