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Zoll zu entrichten, wovon der Sund im baltischenMeere ein Beyspiel abgibt, oder auch, daß sie die Le-bensmittel und andere Waaren, woran man selbstMangel hat, dahin bringen, und gegen unsere, die'manim Ueberstusse hat, umsetzen müssen. Eine so vortreff-liche Lage hat der Hafen zu Lonstanrinopel, unter derDefension der Schlösser der Dardanellen, deren einesdas neue asiatische oder nacolische, das andere das neueeuropäische oder romelische Schloß heißt, und welcheMahomco iv. im I. i6;8 erbauete, weil er einsah,daß die zwey alten weiter vorwärts liegenden Schlösser,den Eingang des Meeres Marmara, durch diese Meer-Enge zu desendiren, welche sonst auch unter dem Nah-men des Hellesponkes bekannt, und wegen vieler darinvorgefallener merkwürdiger Begebenheiten in den altensowohl als neuern Geschichten berühmt ist.
Die Güte eines Hafens beruhet auf folgendenStücken: er muß nicht nur tief, sondern auch geräu-mig genug seyn; er muß eine bequeme Mündung ha-ben ; und diese so wohl, als der Hafen, müssen auchgegen Feinde sich wehren können. Häfen müssen sotiefes Wasser führen r als solches die Beschaffen-heit der Schiffe unumgänglich erfordert. Immittelländischen und andern Meeren, die nicht sehrvon Ebbe und Fluch heimgesuchet werden, erforschtman die Tiefe geradezu durch lochen; und wenn eShieran fehlt, so untersucht man den Boden, ob eS et-wann möglich sey, den Grund zu vertiefen; wobeyman zugleich nachzusehen hak, ob der Meeresgrundvor dem Hafen auch solches erlaube. Wollte man auchdie Thorheit begehen, und das Bassin des Hafens tie-fer ausgraben, als solches die vor demselben desindlicheReede erlaubt: so möchte es wohl nicht lange dauern,die Wellen würden bald genug, wenn auch die Schissemit Lichtern oder Kamelen über den seichten Grund inden Hafen gefchleppet würden, den hohem Vorgrund
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