Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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Haftn. 6z

fangt, einen Strohm verursachet, und in den Bodendes Flusses gräbt. Wenn der Eisgang seinen Anfanggenommen hat, fließt das Eis alsdenn gemeiniglich indieser Furche, arbeitet in den Flußboden mehr und mehr,und vertieft ihn, dem Wege nach, n^ welchem dasEis mit Asche bestreuet gewesen ist. Wenn die Aschevon neu fallendem Schnee bedecket, oder bey Thau-Wetter abgespühlet wird, wird über die Stelle frischeAsche gestreuet.

Die Art, wie die Aegyprer ihreCanäle reinigen,beschreibt Niebuhr, im i Th. seiner Reiscbeschrcib.S. 152. Er sagt: „Als man den Canal außerhalb„Kahira reinigte, spannete der Bauer zwey Ochsen„vor eine Maschine,,, (s. Fig. 1133) „und ließ sich„aufselbiger so lange in der losen Erde herumschleppen,„bis sie angefüllet war, und brachte sie so an daöUfer.„In der Stadt, wo der Canal noch nicht trocken war,„ schüttete man Staub von der Straße in den Morast,„füllete alsdenn wieder alles mit den Händen in Körbe,„und brachte es auf Eseln außerhalb der Stadt

Mehrere Arten von Maschinen zur Vertiefung undReinigung der Häfen, findet man im 2 Th. der Ma-chines & Inventions approuv£es par l’Acad. R. d. 8c.ä Par. 1735, 4. No. 92, S. 63, f. und im 3 Th. der«selben, No. 192—198, S. 161 —170, beschriebenund abgebildet.

In England ist das Reinigen der Themse, unddas Wegbringen der Sandbänke, um der Schifffahrtfreyen Lauf zu machen, jetzt die Strafe der Verbrecher,die vormahls nach Amerika transportiert worden sind.

Die zweyte Eigenschaft eines guten Hafens bestehtin der Geräumigkeit. Hat die Natur selbst einen lie-fen und geräumigen Busen an der Seeküste ausgehöh-let, so wird man solches allemahl mit Zufriedenheit an-nehmen; aber durch Menschenhände einen solchen Kes-sel