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so genannte Hahrieneyer sind nicht« anders, als kleineEyer, welche die Hühner zuweilen wider ihre Gewohn-heit legen. Siehe Th. XI, S. 744. Manche Hahnehaben die Gewohnheit, sich mit den Hennen in dasNest zu sehen, und auch wohl, wenn diese davon ge-hen, über den Eyern sitzen zu bleiben. Daher ist viel-leicht der Wahn entstanden, daß der Hahn das Ey ge-legt habe, wenn man ihn irgend übe. einem außeror-dentlichen Eye hat sitzen, und gleichsam brüten gefun-den. Er hat sich auch wohl bisweilen widersetzt, wennman ihm dasselbe wegnehmen gewollt hat. Von brü-tenden Truchähnen, wird an seinem Orte Erwähnunggeschehen.
Die ganz jungen Hähne, die Küchlein, die erst einPar Monathe alt sind, find die zarteste, leichteste undweichste Speise, und eine wahre Delicatesse. Man»ßt sie nicht anders, als gebraten. Die weißen Hähnehaben, wie alle weiße Gefieder, das schmackhaftesteFleisch. Der Hahn, wenn er noch kein Jahr alt ist,hat ein weiches, mäßig fettes, und leichtverdaulichesgesundes Fleisch; so bald er aber über ein Jahr alt ist,und schon getreten hat, braucht man ihn nicht zurSpeise, weil er, aller Zubereitung ungeachtet, eintrockneö, »«schmackhaftes und schwerverdaulichesFleisch hat, nach dem Sprichworte: Ein guterHahn wird niemahls fett; alsdenn aber ist er sehrgut, um kräftige Brühen und Suppen für Schwind-süchtige und Schwache daraus zu kochen, und dazu istder älteste Hahn der beste.
Die weich gekochten Hahnenkamme nimmt manin Ragouts, oder man inacht auf folgende Art ein ei-genes Gericht davon. Es werden dieselben gepuhet,gewässert, mit Wasser zum Feuer gesetzt und weich ge-kochct; alsdenn legt man sie nebst einem StückeSchmalz oder Butter in einen Tiegel, wirft eine ganzeZwiebel dazu/ und laßt dre Butter schmelzen. Wenn