Haken-Pflug. 227
unq des Hakenbaumes an das Joch nicht allemahl die besten.D-.y dem Gebrauche der Mieden hat man dergleichen Gefahrgewiß nicht zu befürchten. Eine Miede bricht, wenn die Ge,wair und der Widerstand zu stark ist; sie ist geschwinder herze»stellt, als eisernes Gerätst.
Ehedem, da die Rindviehseuche nicht so allgemeinwar, wußte Man von einer andern Art der Anspann-ung des Hakens, als mit Ochsen, wenig; es möchtendenn kleine Ackerleute, die mit wenigen Pferden rhrganzes Ackerwerk bestellen konnten, solche auch zumHaken mit gebraucht haben. Seit dem aber die Seu-che ganze Lander des Rindviehstandes beraubt hat, lehr-te die Noth, auch Pferde vor den Haken zu spannen.
Bey jeder Anspannung muß den Thieren die Lastda aufgeleget werden, wo sie am meisten Stärke ha-ben, und die Einrichtung des Geschirres muß demViehe weder lästig werden, noch ihren Körper verletzen.Den Ochsen hak man das Joch auf die Schultern gele«get, weil dieser Theil seines Körpers der stärkste ist,und im Fortschreiten nur eine geringe Bewegung lei-det. Die Pferde sind von ganz anderm Baue, undzeigen ihre Stärke mehr in der Brust. An statt dastein Ochs die Last, welche er zu überwältigen hak, fort-rücket, gebraucht das Pferd feine Kraft im Zuge.Wenn nun die Pferde vor den Haken gelegek werdensollten: so konnte dieses nicht, wie bey den Ochsen,vermittelst Joche geschehen, sondern es wurde hier diebey Fuhrwerken gebräuchliche AnspannnngSart mit an-gebracht. Eö ist nähmlich zu einer mit zwey Onschei-ten (Schwängeln) und dem gewöhnlichen Beschlägeversehenen Wage, Fig. 1152, an den Hakenkrümmelein eiserner Haken unterwärts mit ein Par Blätternangenagelt; Fig. 1148; an diese Wage werden zweyPferde eben so, wie vor einem Wagen, angeschirret,nur mit dem Unterschiede, daß hier noch zum Lager desHakeubaumes eine zweyte Anstalt hinzu kommt, welchein einem besonders eingerichkerenJcche, dasZig. 1154P 2 abge»