Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
Seite
234
JPEG-Download
 

234

Haken-Pflug.

schlagene Keil gelöset worden, höher hinauf gezogen,oder herunter geschoben. Der Landmann, welcher der.gleichen Haken gebrauchen kann, stellet das Brec ohneviele Umstände tiefer und flacher, indem er den erstenStein, der ihm zu Händen kommt, aufnimmt, undden Keil damit löset und wieder fest schlägt. Zu tiefdarf das Bret mit dem Eisen nicht vorwärts getriebenwerden, weil sonst das Eisen Gefahr leidet zu zerbre-chen, und der Gang des Hakens auch dadurch ungleichwird. Ein geschickter Häker kennt das Maß, wie hochdas Bret mit dem Eisen stehen muß, bey der Probeaus dem Gefühle.

Das vorbefchriebene Stellen verrichtet der Höker,indem er die Srerze in der einen Hand'behält, und mitder andern das Hakenbret auf und nieder schiebet.So bequem fällt es ihm nicht, wenn er einen Hakenstellen soll, woran das Bret auf dem Reester angena-gelt ist. Er muß alödenn den Haken umwerfen, dasHakeneisen losschlagen, und dasselbe höher oder niedri-ger keilen. Beyde Arten, mit dem Hakenbret undHakeneisen das Werkzeug zu stellen, sind alödenn nichthinreichend, wenn das Höfd seine gehörige Lage nichthat. Das Hin» und Herschlagen des Hakens gibt die-ses am ersten an, wogegen der Häker sich des Mittelsbedient, einen Schuh unter dem Höfde anzunageln.Er laßt diesen, so wie er eö nach Beschaffenheit desHakens für dienlich hält, vorn oder hinten dicker, undbrrngt damit den Winkel, den das Höfd gegen den Ha«krnbaum haben muß, jedoch nicht ohne viele vergeb«liche Versuche, ins Richtige.

Die vierte Art den Haken zu stellen, ist bey großenund starken Haken am gebräuchlichsten. Man bedientsich dazu eines Keiles, welcher zwischen dem Haken-Baume und dem Krümmet eingeschlagen ist, Fig.1149, p. Der Höker führt gemeiniglich ein Beil beysich, löset damit die Mieden c c, treibt den Keil p wei.