Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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Haken-Pflug. 255

Hakcnochsen, zum Behuf der von ihr vorgenommenenVeränderung, anzuschaffen? In Gegenden, wo dasHaken sowohl bey den Herrschaften, als Bauern, singe-führt ist, hat eö kein Bedenken, daß die Unterthanen,an statt der Pferde mit Ochsen auf dem Dienste erschei-nen müssen, welches sie auch gemeiniglich sehr gern undwillig thun; dieses aber fällt an denjenigen Orten, wodas Haken bisher nicht gewöhnlich gewesen ist, hinweg,und die Bauern können keine Ochsen, an statt derPferde, so gern sie es auch sonst thäten, stellen. DenBauer zur Anschaffung solcher Hakenochsen, welchegemeiniglich sehr theuer bezahlet werden müssen, undLaß er solches aus seinen eigenen Mitteln thue, anzu-halten, würde, auch selbst bey der strengsten Leibeigen-schaft, höchst unbillig seyn. Will also ein Grundherreine solche vorhabende Veränderung in Wirklichkeitgesetzt wissen, und, daß auch die Bauern auf demherrschaftlichen Acker, an statt der Pflüge, mit Hakenerscheinen sollen, verlangen: so ist kein ander Mittelübrig, als daß er dieHoftvehre eines jeden Bauernmit einem Par tüchtigen Hakenochsen vermehre. Istdieses ein für alle Mahl geschehen, so ist alsdenn keinZweifel übrig, daß die Bauern zu allen Zeiten derglei-chen Hakenochsen halten, und darunter der HerrschaftWillen um so mehr erfüllen müssen, als sie diese Ha-kenochsen, ihrer vorzüglichen Größe ungeachtet, dachauch vor ihre Pflüge spannen, und dadurch jederzeit et-was von ihren gewöhnlichen Ochsengespannen ersparenkönnen. Die Auslage, welche ein Bauer bey An-schaffung eines solchen neuen Hakenochsen von Zeit zuZeit thun muß, ist zwar allerdings stärker, als wenner nur kleines Rindvieh anzukaufen hat; dagegen abererhält er auch für die alten Ochsen, nachdem er sie ge.mästet hat, bey dem Verkaufe mehr Geld; und es isteinem jeden, der in wirthschaftlichen Dingen einigeErfahrung hat, .nicht unbekannt, daß bey dem Ver,