282 Hals der Menschen.
um nun dieses Hangen zu überwältigen, muß manihn anfänglich in die entgegen gesetzte Stellung brin-gen. Ein etwas breites Band, welches nach Art ei-nes Haleessens umgeleget und hinter den Schulternfest gebunden wird, trägt nicht wenig bey, bey einemKinde zu verhindern, daß es den Hals voraus strecket.Das eiserne Kreutz ist hierzu ebenfalls sehr behülflich.,Wenn ein Kind den Hals mehr gegen die eine Ach-sel, als gegen die andere, hänget, so muß man an derSeite, wohin es den Hals hänget, kleine Spitzen vonFischbein anbringen, damit diese den dahin sinkendenHals stechen. Damit ein erwachsenes Kind von die-sem Fehler abgewöhnet werde, muß man ihm etwasle-chtes, welches bald abglitschen kann, als: eine Pu-derschachtel, einen fast runden Knäuel Zwirn, u. d. gl.vorn auf den Kopf legen, und ihm anbefehlen, es beydem Gehen nicht herunter fallen zu lassen; welches oftwiederhohlet, und, zu mehrerer Aufmunterung, mit |einer Belohnung verbunden seyn muß. Man wird !das Kind den Kopf gar bald gerade halten sehen. jMan bemühe sich, wo möglich, die hierbey gehabte 'Absicht zu verbergen, so wird daS Mittel desto bessereWirkung thun. Wenn aber das Ropfhangen nichtganz und allein von des Kindes Nachlässigkeit her-kommt, und sehr merklich ist: so kann man demselbenvermittelst eines Bandwerkes abhelfen. Man nehmeein sehr breites Band, lege es mit der Mitte um desKindes Stirn, und führe die beyden Enden dieses Ban-des hinter den Kopf, bringe hernach das übrige vonLiesen zwey Enden wieder um die Stirn, und von dain den Nacken, woselbst man das Band kreutzet, so daßdavon auf jede Schulter, von hinten, ein Ende fallt,welches man unter der Achsel einer jeden Seite durch-ziehet, und eö vorn auf der Brust zuknüpfet, wo manes fo fest, als man will, zuziehen kann. Der Kopf,
um