296 Hals-Braune. Hals-Braten.
einiger Zeit die meisten auf eine besondere Art krank ge.worden, und viele gestorben seyn, an welchen man alleHülfsmittel vergeblich versucht hatte. Ihre innernTheile waren verschiedentlich von Fäulniß angegriffen,und ihre Säfte waren scorbukisch geworden. Herr D.Zetzel! macht hierbey die Anmerkung, daß es nie gutsey, einen engen Hemdkragen, eine enge Halsbinde,ein enges Halsband, u, d. gl. zu tragen. Besondersmüssen sich alle diejenigen, die zu Schlagflüssen geneigtsind, einen kurzen Hals haben, und mir schlechten Au-gen und Schwindel beschwert sind, ferner alle, dielaut reden oder singen müssen, die Leibesarbeik zu ver- lrichten haben, wobey sie stark respiriren, u. s. w. so !lieb ihnen Gesundheit und Leben ist, davor hüten.Niemand gewöhne auch seine Kinder hierzu, damit sienicht künftig unheilbare Kopfschmerzen bekommen!
Man sollte glauben, daß es unnöthig wäre, eineso gefährliche Sache zu widerrathen, da sie sich selbstdurch die Beschwerlichkeiten, welche' sie bey sich führt,widerräth. Allein, in Sachen, welche die Moden,die Gewohnheit und die Eitelkeit eingeführt haben, istder Mensch nie ungeduldig über Beschwerden, und niescheu vor Gefahren. Hier ist die Liebe zum Lebenschwach, und die Gefahren sind gar nicht fürchterlich.Nur schreckhafte Beyspiele verschaffen den Warnungeneinigen Eingang, und die obigen können wenigstensfür diejenigen gut seyn, die bisher diesen Fehler ausbloßer Unwissenheit oder Sicherheit nicht vermiedenhaben.
Hals-Bräune, eine Krankheit des Halses, welche auchnur schlechthin dieBräune genannt wird. Siehe Th.
VI, S. 33h fgg.
Hals - Braten, bey den Jägern, die zwey langen StückeWildbret oder Fleisch, welche das Roth - und Schwarz-Wildbret neben der Gurgel, auf beyden Seiten des
Hal-