310 Halten.
sich auf ihn verlassen, die Erfüllung des gethanen Ver.sprechens, imgleichen die Verbesserung feiner Umständevon ihm erwarten. Halten Sie sich an mich/ verlas,sen Sie sich auf mich.
(b) Ein Ding halten, damit es nicht entfliehe, fei«ne Bewegung nicht fortsetze. Halter den Dieb, haltetihn auf. Das Pferd will sich nicht halten lassen.Jemanden bey dem Arme/ ein Pferd bey dem Zü-gel, den Aal bey dem Schwänze halten. Woranhälrs? im Oberdeutschen, d. i. woran liegks, washält die Sache auf, was hindert ihren Fortgang? Da-her figürlich, im gem. Leben und in der vertrauliche«Sprechart, das läßt sich nock halten/ das ist Mittel-mäßig. Ihre Schönheit, feine Gelehrsamkeit läßtsich wohl noch halten. Imgleichen mit dem Vorwor-te mit. Mit seinem Reichthums läßt es sich nochhalten, d. i. er ist so groß nicht.
2. In etwa« weiterer Bedeutung, einen Körperdurch unmittelbaren Einfluß, ohne Berührung mit derHand oder auf ähnliche Art, in eine gewisse Richtungbringen, von den Theilen seines eigenen Leibes. DieHand vor das Gesicht halten. Die Hände, die Ar-me in die Höhe halten. Den Ropf schief halten.Den Mund offen halten. Einem den Daumen aufdas Auge halten, figürlich, ihn in seinen Schranke»erhalten. Einem den Daumen halten, figürlich,ihm mit Rath und That beystehen. Einem ein Beinhalten, eigentlich, ihm das Bein vorhalten, damit erdarüber falle, und dann figürlich, im gem. Leben, ei-nes andern Unglück hinterlistiger Weise befördern,z. Figürlich.
i) Die Bewegung eines Dinges hindern.
(s) Auf unmittelbare Art, durch Unterstützung desSchwerpunktes, Anheftung u. s. f. auch von leblosenDingen, doch nur in einigen Fällen. Der Hals haltden Ropf, ttägt, unterstützet ihn. Der Baum hält
die