Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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Honig. 27

?. Mel depuratum oder despumatum , Gr. Anaphro-meli.

Jedes Honig, auch das beste, wird iu der Kältenach und nach zu einem festen Körper, und verliertftine Flüssigkeit, die eö erst in der Wärme wieder er»hält. Eö ist daher ganz »«gegründet, wenn man die-ses als ein Kennzeichen des geläuterten Honiges angibt,daß eö flüssig bleiben müsse, und zu keinem ftstenKör«per werde.

Das Honig ist leicht, und viele Jahre hindurch,ohne daß ihm an seiner Güte etwas abgeht, aufzube,halten. Ungeseimtes oder Scheibenhonig kann inganzen Tafeln, wie sie aus dem Stocke oder Korbe ge-nommen werden, wenn nur alles ledige und unreineRooß davon abgesondert wird, etliche Jahre in reinenirdenen Gesäßen aufbehalten werden, wenn ee nur aneinem kühlen Orte steht. Das geseimte wird in gutgebrannten steinernen Töpfen am besten erhalten.Wenn es von allen Unreinigkeiten, welche sich obensammeln, mit allem Fleiße gereiniget worden, daß al-les klar und hell ist, kann es an einem trocknen Ortewohl 20 Jahr lang erhalten werden, und wird immergutes Honig bleiben. Ist es einmahl in der kalten Luftzu einem harten Körper geworden, wird es nicht eher,als auf dem warmen Ofen, wieder flüssig; daher hates weder bey harter Kälte im Winter, nach bey großerHitze im Sommer, besondere Aufsicht nöthig. Dochmuß es seinen Stand nicht in feuchten, sondern trock-nen Kammern, im obern Theile des Hauses bekommen.Diejenigen, welche dasselbe bloß in gemeinen Koch-Töpfen aufbehalten wollen, sind der Gefahr ausgesetzt,-da diese Töpfe oft schlecht gebrannt sind, daß sie zer»springen und das Honig verloren geht. Man hat das-selbe auch so zu verwahren, daß.es vor Bienen undAmeisen gesichert sey. Ist die Kammer oder der Bo-den irgendwo offen, werden eö die Bienen bald ge-

wahr,