Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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Hopfen. 135

Man pflegt auch den Hopfen in Säcke von dich-ter grober Leinwand folgender Maßen einzutreten.Man macht in den obern Boden ein rundes, ungefährZ weites Loch. Hierein wird ein Sack (worein, wen«derfeibe aus 44 Elle, i Elle breiter, Leinwand ge-macht ist, gemeiniglich Ctn. Hopfen gehen,) ge-hängt, welcher etwas weiter als das Loch, und obenan einen Rahmen befestigt ist. Man nimmt alsdenn,oder vorher, eine Hand voll Hopfen, bindet ihn mitBindfaden in die Zipfel oder Ecken des Sackes, da-mit man sich der dadurch entstehenden Knoten, bey demFortschaffen des gefüllten schweren Sackes, anstatt derHandhaben bedienen könne. Der Sack hängt herun-ter, doch so, daß er den Boden nicht berührt. Als-denn wird 1 oder 2 Scheffel Hopfen hinein geworfen.Ein Mann, welcher in dem Sacke steht, tritt ihn mitSchuhen ohne Absätze (*), auf allen Seiten, so derbals er kann, bis er ganz fest ist. Alsdenn wird mehrHopfen hinein geschüttet, und abermahl fest getreten,u. s. f. bis der Sack voll ist. Hierauf macht manihn von dem Rahmen los, und nähet ihn, so fest alsman kann, zu, nachdem man vorher die zwey Eckenwieder fo unterbunden hat, wie bey dem untersten En-de geschehen ist. Man kann auch ein Gewicht von et-wann 50 Pfund mitten auf den Hopfen stellen; der Ar-beiter tritt rings herum den Hopfen nieder, und hebtzuweilen das Gewicht, woran ein Strick befestigt ist,in die Höhe.

I 4 Noch

(*) Man kann sich hierzu füglich der so genannten Tritlschuhe,womit man sonst in lockern Küchengärlen das besäeteLand nie,dcrkrikk, bediene». Es bestehen diese in 1 i Viertel Länge und£ Breite, worauf eine lederne Karpe, darein der Vorderfußgesteckt wird, und ein Hinterquarticr eines alten geräumigenSchuhes, mit Riemen, welche über den vordern erhabenen.Theil dcS Fußes (den Spann) zugebunden werden, genagelt ist;mit dem Unterschiede, daß hier die Ecken der Breler »erb»,chen seyn müssen, «eil der Sack cplindrisch ist.