Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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239
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Hyrn. 239

Form, welches etwas ausgehöhlt war, 'auf eben dieArt in heißem Wasser geformet.

Die Kammmacher verarbeiten das Horn am mei-sten zu Rämmen, welche daher -Hornkämme genanntwerden. Dahin gehört der gewöhnliche Auskämme-oder Haar-Kamm, der krumme Kamm, der Chignon-Kamm, der Frisir-Kamm, und der Staub-Kamm.Zu dieser Kammmacherarbeit sind die Ochsenhörner ambrauchbarsten, indem die Hörner von Kühen sich leichtzerschuppen und brechen, daher nur die Spitzen der-selben zu Pfeiffenröhren oder Bohrheften auf der Dreh-Bank angewendet werden. Ueberhaupt sind die Hör-ner aller Rinder, die auf einer fetten und guten Weibegehen, weit besser, als von solchen, die eine schlechteWeide haben. Die besten sind die Hörner von engli-schen Ochsen; denn sie sind nicht nur am festesten, son-dern haben auch von Natur eine weiße Farbe. Nurwerden sie in der Hitze kreideweiß, und also halb durch,sichtig. Uebrigrns kann man sie sehr lange gebrau-chen, indem sie sich gleichsam bis auf den kleinstenStumpf (Slümmel) des Zahnes abreiben, ohne, wieein anderer Kamm, zu zersplittern und zu raufen.Von gleicher Größe, aber nicht von gleicher Güte, sinddie ungarischen Ochsenhörner, die aber am gewöhnlich-sten verarbeitet werden. Sie haben selten eine schwär-je Farbe, zuweilen sind sie weiß, insgemein aber istihre Farbe gemischt. Man findet unter den ungari-schen Ochsenhörnern einige, welche z F. lang sind,von schwarzer Spitze, und sonst hell. Gemeiniglichaber sind dieselben von einer kleinern,Länge, groß undklein. Man bekommt sie über Wien, als der allge-meinen Hornniederlage aller ungarischen Provinzen,von allerley Alter und Größe, von 8, 9 bis 10 jähri-gen Rindern. Es ist aber auch das Horn von einemdreyjährigen Rinde schon zu Kämmen tauglich. Klei-ver und schlechter, als das ungarische, ist das hiesige