Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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275
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Horn-Kuchen. 275

Das rauchkleberige Hornkraut, raucher ^üh-nerdarm, raucher Feldmeyer, kleines kleberig.»Ackcrvogelkraue, Cerallium vilcnl'um, ereclum v>tin-fo- vitcolum L. ist jährig, und wachst in Europa aufmagern Wiesen wild. Seine Blümchen sind weiß,und zeigen sich im Brachmonache. Das ganz - Psiänz.chen ist durchaus, auch der Kelch, mit Haaren b. fetztund kleberig anzufühlen. Stängel und Acste stehenaufgerichtet. Eö scheint keinen Nutzen zu haben; we-nigstens lassen die Schüfe dasselbe unberührt stehen.

Das gemeine, rauche kleinblumige Horns!Rraur, Nagelcingras, großer raucher Feldmeyer,großes rauches ^)ogelkraur, Ler-aliium vulgarum, ko»bis ouatis, pecalis calyci aequalibus, caulibus diffu*sis L. wächst in Schonen und in dem mittägigen Eu-ropa, auf Wiesen, leeren Plätzen und ün Wegen, wild»Es m> cht dichte Rasen, und zeigt seine weiße Blumenim May. Es ist dem Viehe kein gar UnangenehmesFutter.

Das Acker * oder rauche großblumige Horn-kraut, weißes ^ageleingras, falscher weißerSteinbrech, Ceraftium aruenfe foliis lineari-lanceö*latis obtufis glabris, corollis calyce maioribus L wächstund blühet fast überall in den Frühlingömonüthen, un-ter dem Grase. Die rauchen, in Gelenke abgetheiltenStängelchen liegen mit dem untern Theile auf der Er-de, und stehen mit dem obern aufgerichtet. Die wei-ßen Blümchen riechen angenehm, und geben etwasStoff zu Wachs und Honig.

Horn-Ruchen, eine Art eines Gebackenen, in Gestalteines Hornes, wozu der Teig von W.itzenmehl, Ey-ern und süßen Heftn bereitet wird. Die Kuchen selbstwerden, ehe man sie bey gelinder Hitze bäckt, zuvör-derst in fast siedendem Wasser geschwinde zwey bis dreyMahl eingetunkt, vermittelst eines Schaumlöffels wie-,der heraus genommen, und in kaltes Wasser gewor-, S 2 fen,