Horn-Spalte. Horn-Stein. 277
Horn-Spalte, Hornspalrig; s. unter Huf.
-Horn-Starr, Hornstücre; s. oben, S. 22z.
Horn-Srein. 1. Ein Nahme, welcher sowohl in derMineralogie, als im Bergbaue verschiedenen, demHörne an Farbe, halber Durchsichtigkeit und äußermGewebe ähnlichen, Steinen und Steinarten gegebenwird. i) In der Mineralogie ist der Hornstein, La-pis corneus, eine jede glasartige, nur sehr wenig durch»sichtige Steinart, deren Theile, wenn man sie zer«schlägt, halbkugels'rmig abspringen; dahin der Achatmit seinen Unterarten, dem Carneol, Korallenstein,Chalcedon und Onyx, und der gemeine Feuerstein gehö-ren, welcher letztere im engsten Verstände Hornsteingenannt wird, und von welchem ich hier eigentlich han»Lein werde. 2) Die Bergleute pflegen fast ein jede»festes Gestein, welches mit dem Schlägel und Eisenschwer zu gewinnen ist, Hornstein, Fr. Pierre äecor-ne, Röche de corne, Pierre corrke, zu nennen.
2. Was in den Salzwerkcn durch Hornsteine ver»standen wird, s. oben, S. 222.
Der Hornsteinist von dem oben S.272,^beschriebe-nen Ho rnfelosteine leicht zu unterscheiden, indem dieserkörnicht und schwärzlich ist, der Hornstein aber aus zu-sammen hängenden Theilchen besteht, welche im Zcr«schlagen in muschelförmige Smckchen zersprmgen.
Ist irgend ein Nahme einer wahren Zweydeutig-keit unterworfen, so ist eö das Wort Hornstein, wel-ches der Bergmann ganz anders gebraucht, als es sonstin der Mineralogie üblich ist. Allein, s lbst die Berz-Leute sind in der Bestimmung des Steines, den sieHornstein nennen, nicht ganz einig. Herüvig, imBergbuche, S. 213, versteht darunter eine schwarze,weiße, röthüche, und von allerhand Farben strengeBergart, worauf bisweilen Silber angeflogen ist, undwelche bey weichhalkigen Geschicken brechen. Gemei-niglich nennt der Bergmann, vorerwähnter Maßen,S 3 fast