Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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290 Horniß.

Hr. Oberpastor Schmid, zu Geren im Mecklenburgi-schen, hat Gelegenheit gehabt, oftmahls ihre Wirth-schaft in einer abgesonderten Kammer eines unbewohn-ten Hauses mit anzusehen. Es mochten ihrer unge-fähr an i50 Stück seyn. Er konnte ganz nahe sowohlbey der Oeffnung des Fenster- stehen, da sie ein - UndauSflogen, als auch bey ihren Bau treten, und ihreVerrichtungen beobachten. Er bemerkte zwar öfters,daß eine ungleich größere Horniß, als die übrigen, aufden Scheiben, deren z waren, eine unter der andernhangend, vermittelst einer in ihrer Mitte, von derobersten bis zur untersten Scheibe hindurch gehend.«Befestigung umher kroch, ihren Kopf bald in diese,bald in jene Zelle, worin große Maden saßen, steckie;aber er wußte damahls nicht, was er daraus machensollte; und er würde vielleicht noch mehrere Entdeck-ungen haben machen können, wenn er zu der Zeit dieKenntniß von diesen Insecten gehabt hätte, die er nach-her bekam, und die er im i B. der gemeinnütz. Ar-beiten der churf. sächs. Bienengesettschafr m L>ber-lansitz ec. Berl. und L. 1773 , gr. 8- S. 84, fgg-bekannt gemacht hat. Vorgedachte größere Hornißhielt sich gewöhnlich über der obeisten Scheibe auf,wohin sich auch alle aus dem Felde zurück kommendebegaben, und ihre gehöhlte Beute daselbst vermuthlichablegten, womit die größere Horniß hernach ihreWirthschaft betreiben mujie, wie aus dem Folgendenerhellen wird. Wenn gedachte Horniß hervor kommenwollte, erhob sich vorher ein gelindes Schnarchen, undalödenn kam sie zum Vorschein, von zwey andern Hör«nißen begleitet, als waren es ihre Trabanten; diesefolgten ihr beßandig nach, auch wenn sie wieder zurückkehrte.

Die Hornisten bringen ihr Nest gemeiniglich untereine Bedachung, nähmlich entweder in einen altenhohlen Baum, und unter Baumwurzeln, oder in

Scheu-