Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Ianeiw. z

der Einwohner ausmachen, und hinreichend sind, die.selber: zu bereichern, wie sie denn unter allen Einwohn-ern von Brasilien die begütertsten sind, und sich amstärksten auf die Handlung legen. Ihre Zucker / In-diz/ und Tobak / Plantagen werden, wie überall inBrasilien, durch Negern besorget und gebauet. Eswohnen aber auch noch viele indianische Familien un-ter ihnen, welche für sie arbeiten, dost) mit dem Unter-schiede, daß letztere eine völlige Freyheit genießen, dahingegen die ersten in einer unerträglichen Sclavereyleben. Mit diesen portugiesischen Einwohnern vonIaneiro treiben die Spanier von Bnenos/Ayres ihrenstärksten Handel, indem letztere den erstern Mehl,Zwieback, und eingesalzenes oder an der Sonne ge-trocknetes Fleisch, liefern, da hingegen jene diesen imTausche Zucker, Tobak, Indiz, Wein, Branntwein,und vielerlei) europäische Waaren, geben, welche dieportugiesischen Schiffe nach Ianeiro bringen. DerBranntwein, welchen die Portugiesen den Einwohn-ern von Ianeiro überlassen, ist von zweyerley Art;nähmlich eine, welche von Wein gemacht ist, und vonLissabon nach Ianeiro gebracht wird; und die andere,welche aus Zucker in dem Lande selbst gemacht, undGuildivc oder Guildine genannt wird. In der Land-schaft Ianeiro hat man bisher auch verschiedene gold-reiche Bergwerke entdeckt, wovon die Portugiesenbereits gute Ausbeute gehoben haben.

Die Stadt am Ianeiro, nebst der Day und dem Hafen,sind mit Batterien und Schanzen wohl verwahrt, wovonbesonders die auf der Ziegen-Insel, einen halben Buchsen-Schuß von der Stadt, zur Bedeckung derselben wichtig,und mit 4 Bollwerken versehen ist. Dennoch landete im1. 1711, Mr. du Gue-Trouin an der Küste dieser Landschaftmit einer französischen Eicadre, bemächtigte sich des Hafensund der Stadt, erhielt durch Brandschahung und Plünder-ung eine sehr ansehnliche Beute, und that mit Verbrenn»A 2 uag