z6 Januar.
minfeln absondern, und die Erde, vom Xandeder Töpfe an, so rief heraus nehmen, als man sol-ches nur füglich, ohne die wurzeln zu berühren,thun kann; hernach fülier man die Töpfe wieder mitfrischer fetter Erde bis an die Bollen der pflanzenauf, wobey man sich aber wohl in Acht nehmen muß,daß man keine Erde zwischen ihren Blättern lasse; die-ses wird ihre Blumen sehr stärken, und ihre Ablegerzur Trennung geschickt machen. Die Töpfe muß manan einen Ort sehen, wo sie gegen den Frost Schuß fin-den, denn der Frost zerstöret und verdirbt die Knospen,welche sich in der Mitte der Pflanze gebildet haben.Man muß ihnen aber auch bey gelindem Wetter, soviel als möglich, frische Luft zukommen lassen; dennwenn sie schwach geworden sind, werden auch ihreBlumen kraftlos. Sie müssen auch nicht gar zu tro-cken gehalten werden; denn ob es gleich nöthig ist, daßman sie vor starken Plahregen bewahre, so müssen siedoch den Genuß von einem mäßigen Regenschauer ha-ben. Solcher Gestalt ist die beste Weise, daß mandie Töpfe, so bald sie mit frischer Erde versehen sind,so dicht als möglich an einander geschlossen, in die Blu-menschule seße, und alsdann ein Geflecht von Reifendarüber mache, damit sie bey schlimmen Wetter mitMatten bedecket werden, aber auch bey gelinder Wit-terung so viel freye Luft, als nur möglich ist, genie-ßen können.
8. Die raren Nelken müssen auch gegen heftigenRegen, Schnee und strengen Frost bewahret werden,bey gelindem Wetter muß man ihnen auch, so viel alsmöglich, freye Luft lassen. Man muß sie in dieserZeit auch sehr fleißig gegen das Ungeziefer beschützen;besonders richten Ratzen und Mäuse eine große Ver-wüstung darin an; und wenn die Hasen und Kanin,chen dazu gelangen können, lassen sie selten das ge-ringste davon auf seinem Platze zurück. Es hacken