40 Januar.
der Erde in den Kasten und Töpfen zu der dunstigenLuft darin vieles beytragen.
Z. Die sehr safcreichen Gewächse müssen bey ge^lindem werter, so viel möglich, Luft genießen;denn wenn sie zu sehr verschlossen gehalten werden, wer-fen sie gemeiniglich ihre Blätter ab, und scheinen zuverschwinden.. Solches wiederfährt besonders denArten des HauSlaubes, Becherkrautes, Kreuhkrautesund Glaskrautes; diese werden, wenn sie zu sehr ge-trieben sind, nicht so artig lassen, auch bey weitemnicht so viel Blumen hervor bringen, als diejenigen,denen mehr freye Luft zugelassen ist.
4. Nach den Ananas, welche nun ihre Frucht-Kolben zu zeigen anfangen, muß fleißig gesehen wer-den;^ und ist wohl zu merken, daß dieselben einer öf-tern Erfrischung mit Wasser benöthigt sind, denn sonstersterben sie, oder wenigstens bleibt ihre Frucht sehrklein; dieses Wasser aber muß wenigstens 12 Stun-den vor seinem Gebrauche in das Treibhaus gesehtseyn, damit es eine gleiche Temperatur mit der Luftdes Hauses erlange. Auch muß man das Haus be-ständig in gleichem Grad der Wärme erhalten, unddie Hitze zu dieser Zeit nicht abnehmen lassen, sonst er-stirbt die Frucht; zugleich aber muß man auch verhü-ten, daß das Treibhaus nicht gar zu warm werde,weil dieses die Frucht treiben, und solche daher sehrklein bleiben wurde. Eben daher geschieht es oft, daßman an den jungen Pflanzen schon ein ganzes Jahrvor ihrer Zeit die Frucht sieht, sie ist aber überausklein, und von gar keinem Werthe.
;. Die Naffcbäume, und andere holzige Ge-wächse. welche in das Lohbeet des Treibhauses gesehtsind, müssen ebenfalls zum öftern mit Wasser erfri-schet, und ihre vertrocknete oder moderige Blätter be-ständig abgenommen werden; und wenn einige Blät-ter unsauber geworden sind, znuß man sie mit einem