Japan. 125
Die bekanntesten sind: Sjiro Sagi, oder der weiße;Go i Sagi, oder der graue, und Awoi Sagi, oder derbläulichgraue Reiher. Der letztere hat beynahe dieGröße eines Kraniches.
Von wilden Gänsen gibt es zwey Arten, von wel-chen jede Art sich in Haufen vereiniget. Die erste istschneeweiß, mit pechschwarzen Schwungfedern; dieandere Art aber ist ganz grau oder aschfarbig. Siesind in diesen Ländern, «nd besonders die grauen, ingroßer Menge, und auch so zahm, daß sie nicht leichtvor einem Menschen auffliegen. Sie thun den Aeckerngroßen Schaden, dürfen aber doch bey Lebensstrafevon niemand beleidiget werden, als von denen, welchedie Freyheit, dieselben zu schießen, an gewissen Ortengep achtet haben. Die Bauern beziehen ihre Felder,um sie vor den'Einfall der Gänse zu schützen, mit Lei-nen oder Netzen. Aencen findet man von verschiede-ner Art, und eben so zahm, wie die Gänse. Unterdenselben ist eine Art, wovon das Männchen von selte-ner Schönheit ist. Fasanen sind auch von ungemeinerSchönheit. Ein großes Geschlecht hat bunte, gold«farbige und über den ganzen Leib glänzende Federn;auch, wie der Pjan, einen in goldblau wiederscheinen-den Schwanz, von einer halben Mannes - Länge.Feldhühner sind die gemeinsten Vögel, welche nebstFasanen, Aenten und Gänsen, genutzet werden. Manfindet Feldcauben, mit schwarzblauen Federn, abervon keiner Schönheit. Störche bleiben das ganzeJahr im Lande. Die besten Falken werden in dennördlichen Provinzen gefangen, und mehr zum Staat,als zur Jagd, gehalten. Habichte und Raben findetman hier häufig. Letztere haben eine mittelmäßigeGröße, und sind zuerst als Geschenke aus Sina hier-her gebracht worden. So ist auch die Aelster zuerstals ein seltener Vogel dem Kaiser aus Corey zugesandtworden, und sie heißt deswegen Corel garas, d. i.
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