Jasmin.
195
6siifcnt, bis kein Trieb mehr in der Natur ist. Dabeydauerr er unsere härteste Winter sehr wohl aus, lässetsich leicht fortpflanzen, scheint mit dem schlechtestenBeden zufrieden zu seyn, und wachst schnell in dieHöhe. Er treibt nicht allein unzählige Wurzel-Aus-schößlinge jährlich aus, sondern kann auch eben so gutdurch Schnitklinge fast unendlich vermehret werden.Jeder abgeschnittene, 5 bis 6 Z. lange Zweig schlägt,zu rechter Zeit in die Erde gesteckt, Wurzel, und treibtfrische Zweige aus. ^ Eben dadurch, daß er 2 bis zSchritt um seinen Stamm, so häufige Wurzelbrutaustreibt,» wird er ein unbequemer Gast in gutemGartenlande: er könnte aber an Zäunen, Hecken, wü-sten und unbebanetcn Platzen, zumahl an den Dörfernherum, mit Nutzen, und ohne den geringsten Nach-theil für andere Gewächse, gezogen werden. Vondem schnellen Wachsthlime dieses Strauches gebenseine jährige, 3 bis 4 E. lange Alisschößlinge aus derWurzel, und eben so lange Sommerzweige, den deut-lichsten Beweis. Er erhalt sich in diesem schnelle»Wachsthums von einem Jahre zum andern, doch mitdem Unterschiede, daß seine lange schwankendeZweige,der babylonischen Hängeweide gleich, sich «ach derErde wieder herunter richten, wenn man sie auch beyeiner gewissen Anlehnung und Stütze zu einer Höhevon 7 bis 8 F. gebracht hat. In Ansehung seinessonderbaren Wachsthrimes, wenn ergänz frey steht,und die Erde um sich her mit seinen niederbailgende!»Zweigen bedeckt, verdieirt dieser Strauch eine vorzüg-liche Stelle in Gehagen für Fasanen, Reppbühnerund anderes kleines Wildbret, da er noch dazu^n denkältesten Wintern von keinem Hasen verbissen und be-schädiget wird. Zur Feuerung möchte er wohl, alsBuschhol; betrachtet, die Weide übertreffen, weil seinHolz etwas harter ist. Zur Bedeckung von kleinenNischen und von Berceaus, desgleichen Wände undN 2 Mauern