228 Jaspiß.
Es erhellet hieraus, daß die Nachrichten von dem He-liotrop ziemlich widersprechend sind; die mehrcsienSchriftsteller kommen doch in folgenden Stücken übcr-ein: t. daß der Heliotrop unter den Jaspiß gehöre,und also muß er undurchsichtig seyn; 2. daß er grünsey, doch so, daß die grüne Farbe mancherley Verän-derungen leidet; 3. daß er blutrothe Flecken habe, wo-durch er sich aber als eine besondere Gattung unter denJaspissen, oder, wenn man lieber will, unter den jas-pißartigen Steinen unterscheidet.
Verschiedene Benennungen, welche ich vorher an-geführt habe, und verschiedene Umstände, welche die-sem Steine zukommen, verursachen, daß man ihnleicht mit andern Steinarten, von welchen er unter-schieden werden muß, verwechseln könnte. Man hatihn nähmlich zu uurerscheiden: i. Ton dem eigent-lichen Flursteine, H;cmarites. Diese Blutsteine ge-hören eigentlich unter die Eisenerze, sind schimchigroch,und haben ihren Nahmen daher erhalten, weil manihnen die Kraft zuschrieb, daß sie ein sicheres blutstil-lendes Mittel wären (s. Th. X, S. 555). Der He-liotrop ist niemahls ganz roch, sondern hat nur einzelne,bald mehrere, bald wenigere rothe Flecken. 2. vondem eigentlichen Jaspis;. Ich gebe denjenigen Bey-fall, welche den Heliotrop als eine Gattung vom Jas-piß ansehen, folglich darf man zwischen diesem Steineund zwischen dem Jaspiß keinen wesentlichen Unter-schied suchen, sondern bloß einen solchen, der in zu-fälligen Dingen besteht. Man hat einen einfarbigengrünen, auch einen einfarbigen rothen Jaspiß, unserStein aber ist grün und roch zugleich. Boot behau-ptet zwar, daß die erfahrnen Edelsteinkenner ihn anseiner Halbdurchsichtigkeit von dem Jaspiß unterschei-den ; allein, er kann diese entweder nicht haben, oder,wenn er sie hat, so kann er nicht unter die Jaspisse ge-hören. So viel scheint gewiß zu seyn, daß der Helio-