Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
Seite
230
JPEG-Download
 

2Z2 Iaspiß.

genschein unterscheiden kann; ist aber der Stein poliert,so bekommt ein Kalkstein, und wenn es ein Marmorwäre, nie die Schönheit der Politur, welche der Ias-piß überhaupt, und der Heliotrop insonderheit, an-nimmt.

Wenn wir den Heliotrop unter die Jaspisse rech--neu, oder wenigstens eingestehen, daß derselbe mit demIaspiß unter ein Geschlecht der Steine, welches wirKiesel nennen, gehöre, so muß der Heliotrop auf ebendie Art, wie ich weiter unten von dem Iaspiß zeigenwerde, entstehen. Viele Schriftsteller gedenken desHeliotrops gar nicht, und haben ihn also unstreitig un-ter die Jaspisse verstecket. Dergleichen vermuthet

e mperaci von dem Dioscorides, welcher von demaspiß sagt, daß er bisweilen dem Schmaragd, bis-weilen dem Krystall u. s. w. gleiche; er spricht, die Al-ten haben unter dem Nahmen des Jaspisses mehrereSteine, als: den Heliotrop, den Chalcedon u. s. f. be-griffen, guae fährt er fort, licet diutrsorum, snir co-sorum, eiusdem tarnen 1'cinr generationis & constitu-tionis. Dem aber widerspricht es nicht, daß der He-liotrop eine weit größere Härte, als der Iaspiß, hat,da selbst unter den Jaspissen eine sehr verschiedeneHärte gefunden wird. Es folgt gar nicht daraus, daßder Heliotrop aus andern Bestandtheilen, als der Ias-piß, bestehe; es folgt nur daraus, daß die Bestandtheilebey dem Heliotrop viel genauer zusammen hängen, alsbey dem Iaspiß. Und dazu können verschiedene Ur-sachen Gelegenheit gegeben haben. Die Theilchenkönnen, ihrer Natur nach, feiner seyn, daher noth-wendig ein stärkerer Grad des Zusammenhängens ent-stehen muß; ja bey einerley Beschaffenheit der Be-standtheile kann eine genauere Verbindung der TheileSurtt haben, wenn sich keine fremde Theile dazu ge-mischt haben.