Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Äb's.

man glaubte, daß dieser Vogel auch aus keinem gifti-gen oder unreinen Wasser saufe, reinigten sich auch dieägyptischen Priester nur mit demjenigen, aui welchemsie einen Ibis trinken gesehen harten. Ueberhaupthat dieser Vogel gegen alle Schlangen, welche demMenschen oder den Früchten einigen Schaden zufügen,einen sehr großen Haß, und verzehrt sie nicht nur le-bendig, sondern auch, wenn sie schon todt und stinkendsind, und eben dadurch wendet er die Pest von Aegyrpten ab (*). Man erzählt von ihm, daß er, wenn erVerstopfung hat, mit seinem Schnabel sich das Was-ser in den After sprühe; daher Einige diesem Vogeldie Ehre anthun, ihn für den Erfinder der Klystiereauszugeben (**). So will man auch, daß man vonseiner Gestalt die »leisten Buchstaben, von seinenmannichfaltigen Stellungen und Wirkungen aber dieGeometrie erfunden habe. Daß er seine Eyer durchden Schnabel lege, und nur allein in Aegypten lebenkönne, und anderes Wunderbares mehr, was die Al-len von diesem Vogel behauptet haben, hat Gesnerbey seinem Ibis zusammen getragen. ''

Bey der Versammlung der königl. Acad. d. Wlss. zuBerlin, am 28 Oct. 177z, zeigte Hr. Pros. Culzer dengegenwärtigen Mitglieder» einen Vogel aus dem Geschlech-te der Störche, welcher, nach Hasselquist's Beschreib-ung, in seiner ägyptischen Reise der wahre Ibis der Aegy-pter zu seyn schien. Er war von der Spitze des Schnabelsbis zur Spitze der Klauen 4 Fuß lang, und von der Erdenur 1 F> hoch, hatte ganz weiße Federn, und, bis an dieschwarze Spitze, durchaus einen gelben Schnabel. SeineZehen und Klauen sind ebeufallö schwarz. Er war von

dein

( f ) Auertunt pestem ab Aegypto, cum volticres angucs ex vastitateLibyse venro ai'rico inuedtas interficiunt atque confumur.t; exquti fir, vt ill* nec moriü viiiae noceant, ne« odore mertu*,CICERO At „st. deor. L. I. j. )6,

(") PEIN. hist. n»t. Lila, 8, s. 37,