Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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zzö Jksutt.

ftsso in Venedig, und seine sämmtliche Schüler gingennach Rom, wo sie, über ihre Erwartmig, wohl aus-genommen wurden, und von wannen sie nicht nur mitreichem apostolischen Seegen, sondern auch mir einemansehnlichen Zehrgelde, zu ihrer Wallfahrt ausgerü-stet, zurück kamen. Nun legten sie alle das Gelübdeder Armuth und Keuschheit in die Hände des dortigen' päpstlichen Nuntius chZeraili ab; diejenigen unter ih-nen, welche noch nicht Priester waren, worunter sichJanarin's selbst befand, liessen sich die Weihe geben,und bereiteten sich zu ihrem neuen apvsto.ischcn Standedurch eine rierzigtägige Buße in Einöden, und pre-digten nunmehr auf allen Straßen und Marktplätzen.Ihre Reise nach dem heil. Lande, welches die ursprüng-liche erste Absicht ihrer Verbindung war, wurde aberdurch den Krieg, in welchem die Republik Venedigdamahls mit den Türken verwickelt war, vereitelt;und sie entschlossen sich daher, eine Deputation nachRom zu schicken, und dem h. Vater ihre Dienste an-zubiethen. Jgnatius nahm, in Begleitung zweyerseiner Schüler, des le Fevre und Lainez, dieses Ge-schäft selbst über sich, und wurde von dem Papste sehrgnädig empfangen; erhielt auch gleich für sich die Er-laubniß in Rom zu predigen und sein Bekehrnngsge-schaft fortzusetzen, seine beyde Gefährten aber erhieltenLehrstellen in dem Collegio della.Sapienza. Er riefnunmehr seine sämmtliche Schüler zu sich nach Rom,und setzte einen Entwurf zur förmlichen Einrichtungseiner Gesellschaft auf, den er vermittelst des Cardina-leö, Caspar Conkarini, dem Papste überreichen ließ.Der Haupt-Inhalt desselben bestand darin: baß dieGesellschaft, ausser den beyden Gelübden der Armuthund Keuschheit, sich auch noch zu einem unbedingtenblinden Gehorsam gegen den Papst, zu Missionen undandern Aufträgen desselben, verbinden solle. Er be-stimmte jdarin ferner die Rechte und Macht eines unter