Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Jesuit. zzy

sächlich auf Sprachen undWiffenschasten fegten, und denSchulunterricht zu einer ihrer Hauptbeschäftigungenmachten, so gab nicht mir derPapft in eben dem Jahre die-sen Religiösen die Kirche zuSr. Andreas de Phraeka, son-dern sie legren auch in dem nähmlichen Jahre den Grundzu ihrem Profeßhause, welches schon im folgenden Jahrebewohnet werden konnte: und die Kirche, mit Nah-men Jeftis, wurde mit vieler Pracht durch des Cardi-vals Alexander Farnese Freygebigkeit erbauet, welcheri;68 den Grund dazu hakte legen lassen. Auch inVenedig, Florenz, Neapel und Bologna nahmman sie auf, und gab ihnen eigene Collegia; und zuLorekto erhielten sie das einträgliche Kloster, welchesvorher dieCarmeliker besessen hatten. FranciscuS vonBorgia, Herzog von Gaudia, nahm im I. 1551,nachdem er fein Herzogchuin Gandia seinem ältestenSohne abgetreten harre, die Kleidung der Jesuiten inLern Collegio zu Ögnato, 4 Meilen von Loyola, an.Besonders aber that sich diese Gesellschaft gleich an-fangs durch Missionen hervor. Frau, Xaver, einEdelmann aus Navarra, lind einer von Jgnazens er-sten Anhängern, ging schon gleich im ersten Jahrenach Ost-Indien; und in Eoimbra und zu Goa wur-den ansehnliche Semmaria für dieMissionen angelegt.Im I. i>55, sandten sie eine ansehnliche Gesellschaftvon 13 Personen als Missionarien nach Aethiopienund Abyssinien, und so breiteten sie sich in kurzer Zeitfast über den ganzen Erdboden aus. Die Gesellsthaftwar in 4 Provinzen eingetheilt, nähmlich Italien,Spanien, Portugal und Indien. Die ProvinzSpanien wurde im I. 1552 in zwey, und 1554 in 'drey, abgetheilet. Nur in Frankreich hatten die Je-suiten noch kein Hans, obgleich ihr Orden daselbst sei-nen Ursprling genommen hatte.

Nachdem Ignarius seine Stiftung überall ausge-breitet sah; Collegia und Häuser zu Rom, zu Loretko,

V 2 zu