Jesuit. 345
Die Formel der Gelübde der Professen ist diese:„Ich, X. gelobe und verspreche dem allmächtigen Gott,„in Gegenwart der heiligsten Jungfrau, der ganzen„ himmlischen Hofstatt und aller Umstehenden; und Euch,„Ehrwürdiger Vater General der Gesellschaft Jesu, an„Gottes Statt; und Euern Nachfolgern, Armmh,„Keuschheit und Gehorsam, und nach dresem Gehör«„ same, besondere Sorge für dasjenige ;u tragen, was„ man junge Leute, nach der in den apostolischen Brie»„fen der Gesellschaft Jesu und in rhren Satzungen ent»„haktenen Lebensart, lehren soll." Geschehen rc.
Diejenigen, welche die vier Gelübde thun, setzen hinzu:„Und ausserdem verspreche ich in« besondre dem Papste„Gehorsam in Ansehung dessen, was die Missionen be-„trifft; wie es in eben den apostolischen Briefen und„ Sayungen enthalten ist."
Die Mitarbeiter sagen nicht: ich gelobe, sondern nur:ich verspreche; und die weltlichen Mitarbeiter lassen das«,jenige weg, was die Unterweisung der Jugend betrifft.
D>e gebilligten Schüler, welche nur geringe Gelübdethun, verbinden sich der Gesellschaft, und versprechen, beyihr in der Beobachtung der Gelübde der Armuth, derKeuschheit, und des Gehorsams, zu leben und zu sterben,und verbinden sich ausdrücklich durch ein Gelübde, denGrad anzunehmen, den mm nachher für sie am bequemstenfinden wird.
Die Professen müssen, ehe sie Profesi thun, und die.Mitarbeiter, ehe sie ihre Gelübde ablegen, drey Tage langvon Thüre zu Thüre gehen, und Almosen betteln.
Ihre Rleidung besteht in einem Leibrocke und ei«nem langen Mantel, wie der Geistlichen; sie habenaber kein Ueberschlägelchen, weil die Geistlichen zu derZeit, da der Orden entstand, keines trugen. Die ge§billigten Schüler tragen in Frankreich auch den langenMantel; in Italien aber haben sie statt des Mantelseinen Rock. Die Absicht, welche JgnatiuS hatte,-alle Menschen zu bekehren, wenn es möglich wäre,verursachte, dass er befahl, es sollte die Gesellschaft,weil sie doch öfters mit Ketzern und Freygeistern, wehche sich über die Religiösen-Kleidung nur aufhalten,V 5 zu