390 Jesus.
ihn nicht beschuldigen, daß dieselbe von ihm wäre erdichtetworden. Im 36 Cap. wird wegen der 3 Kreutzessoltz-uangeführt, daß auch daraus abzunehman sey, daß-dasKreutz, welches wie ein 1" aussieht, und das Galgenknutzgenannt wird, sehr selten in alten Bildern vorkomme. Im27 Cap. wird gemeldet, daß der vom I. bis 75 herr-schende morgenländische Kaiser Johannes Zimifies zuerst be-fohlen habe, an statt seines Bildnisses das Bild des Hei-landes auf die vordere Seite zu prägen, und auf die andereSeite die Worte: Jesus «Lvilikus der Röntg der Röntge.Doch habe auch schon der im 1 .711 abgesetzte Insti nianII. auf einer Münze gleicher Maßen den Wtttheiland vor-stellen lassen, mit der Umschrift: 1I1S CRbTVS REX. REGNANT1VM, und auf der Gegenseite sein Dildniß ste-hend, mit den Beywörtern DN. JVSTiNIANVS SERWSCR1VT1 3. Auf einer Münze des Kaisers Michael Khan-gäbe, welcher von 8i l bis 13 regiert hätte, wäre auch dasBrustbild Christi^u sehen, zwischen den beyden abgekürztenNahmen K'. XC. hingegen habe man es dem im I. 1057zur Regierung gekommenen Kaiser 1s. Comncno sehr übelausgelegt, daß er von der bisherigen Gewohnheit abgegan-gen wäre, das Dildniß Christi auf feinen Münzen wegge-lassen, und dagegen das ftinige mit einem Schwerte in derHand hatte darauf setzen lassen. Dom 39 bis auf das 4;Cap. wird gezeigt, daß, weil die ersten Christen den Vor«Wurf der Juden und Heiden, daß sie einen gekreutzigtenHeiland andcthcten, für eine Ehre geachtet, so hatten sie da-her den Schein um das Haupt des Heilandes mit einemKreutze versehen, den Heiland deswegen auch gern unterdem Bilde des Lammes vorgestellet, und dasselbe auch mitgleichförmigen Schein allemahl bezicret. Ihre dabey ge-habte fromme Gedanken hätten sie in folgenden beygesetz-ten Versen ausgedrückt:
f HiC AGNVb MVNDVM RESTAVRAT SANGViNfe
LAPSVM
f MORTVVS ET V 1 VVS WEM SVM PASTOR ET
AGNVS.
Ingleichem:
• f QV'EM PLEBS TVNC CARA CRVC 1 S AGNVS FI-
X 1 T IN ARA
HOSTiA FJT GENTIS PRIMI PRO LABE PA-KE NT.S.