Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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392 JesuS.

von einem Mahler, Bildhauer, oder Eisenschneider, hältbabbilden lassen. Es ist also unmöglich, daß ein echtes Ur-Gemählde oder Bild des Heilandes nach dem Leben je,mahis vorhanden gewesen seyn kann.

Weil demnach wahrhafte Urbilder des Heilandes ge-fehlt haben, s» ist die große Zwrstigkeit von dec eigenri-nr «schlichen Gestalt, ob dieselbe von vorzüglicherSchönheit, oder von unförmlicher Bildung gewesen sey,unter den alten Kirchenlehrern entstanden. Hieron-ymns, AugustinuS, Chrysvstomus und Bern-hard» s sagen, es hätten aus der leiblichen Gestalt desHeilandes die Strahlen seiner göttticheu Majestät über dieMaßen hervor geleuchtet, wodurch er aller Leute Äugenauf sich gezogen hatte; und wie er in seinen Thaten undHandlungen wunderbar gewesen, al>o harke sich auch inseinem ausserltchen Ansehen die angenehmste Lieblichkeit her-vor gethan. Seine Stimme wäre wohllautend, und dasAug stcht schon gestaltet gewesen, daher auch um deswillendaü Volk ihm mit so ungemeincm Zulauf nachgezogen wäre.Alles dieses Vorgeben gründe» sie auf die Weissagung vondem Bräutigam Christo und der Kirche seiner Braut, Ps.4S, 1* wo voil demselben gesagt wird: Speeiosus fn-ma prsefiliis hominuru: du bist der schönste unter den Menschen«Rindern. Daher macht August in us hierüber dieseAuslegung: Nobis credentibus vbiqae sponsus pulcher oc-curiiit. Pulchet Deus, verbum apud Debm, puicber in vte-vo vitginis, vbi non amiiit diuinitatem & fumpbt humanita.tem. Pulcher naMs infans verbum &c. Pulcher ergo incoelo, pulcher in terra, pulcher in vtero, pulcher in manifcusparentum &c. Tertullianus hingegen hat den Heilandfür sehr ungestalr und häßlich, mit harren Redensarten be-schrieben, als: im Libr. de idololatria schreibt er: Christusfuit v’ultu & alpectu inglorius; ittl Libr. ndv. jFadaos: neafpectu qaidein honestus; im Libr. de carne Christi: adeo nechuman* honeftaiis Corpus fuit; und eb. das. c y. facentibusapud nos quoq :e propheti? de ignobili afpectu eius, ipfaepastiones ipfeque contumeli* legunt.ir; jxiffiones quidem iiu-m nam cirnem, concumeli* vero inhonestam. An aufusefl'er aliquis vngue famino perfcringere corpus nouvm? fpu-taminihus contaminare faciein, nisi mcventem? CIeINkNs

Aierandrinus behauptet gleichfalls, daß des Heilandes! menschliche Gestalt ein schlechtes und geringes äußerliches

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