Illlmrinittti. 4 ^
Glanz. Einige nehmen Ochsen-, oder Fisch-, be-sonders ?lal-Galle, um den Farben einen Glanz zugeben; allein, dadurch verdirbt man die Farben öftersmehr/ als daß sie dieselben glänzend machten. Willman aber ein taugliches Gummiwasser, welches dieFarben nicht abspringen lässet, und ihnen zugleich ei-nen Glanz ertheilt, anstellen, so nehme man ein Gläs-chen mit einem engen Halse, um es gut zubinden zukönnen, thue darein 3 Theile des besten arabischenGummi, und 2 Theile reinen weißen Zuckercand, gie-ße hierüber so viel helles weiches Fluß- oder Regen-Wasser, als man zur Auflösung dieser beyden Sachenfür hinlänglich erachtet, fehe alsdann das Glas, nach-dem es vorher wohl zugebunden worden, im Sommeran die Sonne, und im Winter auf einen warmenOfen, und rüttele es, damit es sich desto besser auflöse,zuweilen um. Wenn sich beydes hinlänglich aufge-löset hat, und man auf dem Boden des Glases Un-reinigkeiten wahrnimmt, so filtrire man es durch einreines Läppchen in ein anderes reines Glas, und hebees zum Gebrauch auf. So bald man den ersten Pin-sel voll davon verbraucht, wird man sehen, ob es zudick und zu zähe, wö die Farben ungern fließen, oderob es gehörig dünn ist, wo die Farben dem Pinsel un-vermerkt entwischen. Ist es zu dick und klebrig, sogießt man noch ein wenig Wasser hinzu; ist es aber zudünn, so muß man durch ein neues etwas dicker ange-stelltes Wasser dem ersten zu Hülfe kommen, oder aucheinige Tage Geduld haben, wo sich das Wasser vonselbst verdicket. Man muß auch niemahls mir einemgefärbten Pinsel darein fahren, weil nicht nur dasWasser, sondern auch die Farben, welche damit ange-macht werden sollen, davon verderben. Nach jedes-mahligem Gebrauche muß das Glas, um es vor Staubzu verwahren, wohl zugebunden werden. Dem, jeF f 3 rei-