Immergrün. 485
Mangel an einer Blumenkrone, und durch ihre vondem Kelche umgebene fünffacherige und fünfschaligeSamencapsel, in welcher sich viele rundliche Samenbefinden, unterscheidet. Einige neuere Botanjstenhaben sie Ficoidea genannt; sie ist aber von den Ficoi-den ganz unterschieden, indem die Blumenblätter man-geln, und nur der einblätterige, in fünf spihige Ein-schnitte getheilte Kelch zugegen ist. LstiNö hat dreyArten derselben, welche man, da sie kein-sonderlichesAnsehen haben, mir in botanischen Garten erzieht.
a. Immergrün mit keilförmigen eyrundenBlätsrern, und Blumen, die keine Blumenstiele haben,Aizoon canarienl’e, soliis cuneiformi- ouatis Linn. Ai-zoon soliis obuerse ouatis Royen. Ficoidea procum-bens, portulncae folio NiJJol. Diese Sorte wächst, ur-sprünglich auf den kanarischen Inseln. Sie treibt ausder faserigen Wurzel viele saftige, rundliche, etwasröthliche, und auf der Erde hingestreckte, ästige Stän-gel, welche dicht mit keil- oder eyförmigen, fast demgemeinen Portulak ähnlichen, völlig ganzen, einigerMaßen haarigen, und gleichsam mit einem Reife über-'zogenen Blättern bedeckt sind. Zwischen diesen, undinsonderheit, wo die Zweige abgehen, sihen die kleinengelblichen Blümchen platt auf. Es ist eine jährige(jahrvergängliche) Pflanze, welche man im Frühlingein einem gemäßigten Mistbeete aus dem Samen zie-hen, und, wann sie zum Versehen taugt, sorgfältigausheben, jede derselben in einen besondern Topf mitfrischer lockerer Erde sehen, in ein anderes gemäßigtesMistbeet eingraben, und im Schatten halten, bis sievon neuem Wurzel schlägt, nachher nach und nach andie freye Luft gewöhnen, im Junius an dieselbe, aberan einen bedeckten Ort bringen muß, wo sie im Sept.blühen und reifen Samen tragen, aber bald daraufverwelken wird. Wenn man die Stückchen in Blu-mentöpfen hält, und diese den Winter über in dasH h 3 Glas-