68o Ind.ostaft.
Charnagur und Maldo in Bengala; im erster» Orte.haben sie das Fort William und den einträglichen Zoll.4. Ueberhaupt hat die englische ostindische Compagniedurch den Lord Ciive seit einigen Jahren so viel Land^gewonnen, daß sie jährlich über 7 Millionen Thaler'Einkünfte steht; 5. Die Holländer haben Factoreyenzu Agra, Surate, Chinchura nahe bey Ougli, wieauch zu Kasembazar und Maldo.
Von den Gewässern sind vor andern zu merken:
1. Drey Meerbusen^ als: a. der guzaratische oder in-'dische; d, der cambayische, und c. der bengalische.
2. Drey Flüsse, als: a. der Indus oder Send, wel»cher sich durch verschiedene Mündungen in den guza-ratischen Meerbusen ergießt; b. der Ganges, welchersich mit zwey Armen bey Chatigan und Chandernagorin den bengalischen Meerbusen stürzt; und c. der Ge-mini, oder Jemna, welcher durch Dehly und Agrasiießt, und in den Ganges fällt.
Der Boden ist gegen Norden gebirgig und sandig,und also nicht so fruchtbar, als gegen Süden, wo der-selbe mehrentheils eben und mit schönen Flüssen durch-wässert ist. Gegen Westen, Norden und Osten istdas Land von langen Reihen Gebirge von erstaunen-der Höhe, deren Gipfel mit Schnee bedeckt sind, um-'geben, welche von wilden und verwegenen Nationen,als: den Awganen, Padtanen und Balluchiern, be-wohnet werden. Der nördliche Theil wird Kante!oder Jmag, sonst Jmaus, genannt. Die HalbinselCambaya hat das Vorgebirge Jaquette.
Die Witter»,>g und Luft ist gegen Norden etwaskalt, gegen Süden heiß und ein fast beständiger Som-mer. Die Winde gehen meistentheils sehr ordentlich;6 Monathe wehen sie von Süden, und 6 von Norden.Von der Mitte des^Jutt. bis zür Mitte des Sept.fällt von Surate bis Agra ein fast beständiger Regen,
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