Buch 
4 (1820) Dänemark und Schweden / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
Entstehung
Seite
87
JPEG-Download
 

Kunstgewerbe überhaupt.

87

Die Fabrikation von mine ralischen Waa-ren ist nicht sehr beträchtlich, da der Bergbau im Gan»zen unbedeutend ist, und sich blos auf den Torfstich, dasSteinbrechen, das Graben von Töpfer-und Porzellan,erde und die Gewinnung des Salzes beschränkt. Manfindet jedoch zu Kopenhagen eine Porzellanfabrik,bei dieser Stadt 2 Fayencefabriken; mehrere Ziegelhütten,besonders in der Gegend von F l e n s b u r g; geschätztesschwarzes Töpfergeschirre wird in Jütland , und ande-res besonderes auf den Inseln Falster und Bornholmverfertigt. Zu Alto na ist eine Spiegelfabrik..Salpeter wird an mehrcrn Orten gesotten, besondersauch zu Gudumlund. *) Eine große Stuckgießerekund Munitionsfabrik ist zu F r i e d r i ch s w e r k, **) und«ine Gewchrfabrik bei H e l si n g ö r. Eine Gesellschaftvon Kaufleuten zu Kopenhagen hält eine Fabrik vonNägeln und anderen Eisenwaaren; auch ist daselbst eineFabrik von eisernen Geräthschaften, und zwei Meilen vonder Hauptstadt sind drei Kupfer- und Meffinghämmer miteinem Messingdrathzuge. Eiserne Ackerwerkzeuge wer-ben an mehreren Orten geschmiedet; ehemals hatte eineeinzige Fabrik das ausschließende Recht dazu. Zu K o-penhagen ist eine Schriftgießerei. Es werden auchan einigen Orten thönerne Tabackspfeifen und Siegellackfabrizirt. Zu Skanderborg in Jütland ist imZahr 1751 ein Ockerwerk angelegt worden, um den in derGegend, besonders zu Skaarup gegrabenen, braunen,rothen und gelben Oker zu raffiniren; auch wird aus

*) Seit dem L. 1793 find auf diesem Gut« des Kammer-herrn von Buchwald mehrere wichtige Fabriken i«Miaeralprvdukten angelegt» (Davon weiter unten betder Topographie.

**) M. f. die weiter unten folgend« kurze Beschrribungdiesen merkwürdigen Anlage.