Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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Kleid.

Von den Rleider-Säuberern beyden Römern,werde ich weiter unten handeln.

Das weibliche Geschlecht trug bey den Griechensowohl, als auch den Römern, ebenfalls Unicas,oder Röcke, wie die Männer, ausser daß diese etwaslänger waren, und bis auf die Knöchel herab hingen.Die römischen Weibspersonen trugen zu uralten Zeitenso gar auch Togas, doch haben sie dieselben nachherden Männern allein überlassen; die tunicae aber wur-den von beyderley. Geschlechte getragen. Doch warendie weiblichen Tunicae von den männlichen nicht nurüberhaupt in Ansehung der Lange, sondern insonder.'heil nach den Aermeln, unterschieden, welche viel lan-ger waren, und bis an den Elbogen gingen. Man fin-det aber auch weibliche Bildsäulen, deren Arme entwe-der ganz und gar, oder doch größten Theils, bloß sind.An den L'unicis der Männer hingegen waren dieAer-mel sehr kurz. Ueber die Tunica oder den Unter-Rock zogen die Weibs-Personen eine so genannte kalia,oder einen weiten Mantel, welchen die Griechenaure^ovYjV nannten. Es hatten die Griechen nocheine andere Art von weiblichen Ober - Manteln,dmßo'-'ip', worin aber Liese Anabole von jener Ampe-chone unterschieden gewesen sey, lasset sich nicht wohlbestimmen. Eben dieses gilt auch noch von einer an-dern Art, welche 'goglg hieß.

Aelian i') macht die verschiedenen Arten weibli-cher Kleidung also nahmhaft: „Des Phocion Ehe-„Weib ttug des Phocion Mantel, und brauchte weder„eine Crocota, noch ein tarentinisches Kleid, auch keine„Anabole, feinen Encyclion, ober Cecryphalon, noch auch„eine Criypcisin ; eben so wenig hatte sie gefärbte und bun-„te Kleider. Sie schmückte sich vornehmlich mit Maßig-j, feit und Demuth, und bediente sich dann der Kleider, die

»sie

(70 Hist. VII, f.