Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
Seite
83
JPEG-Download
 

sehen. Armuth des Thier- und Pflanzen-Reiches; jeneaus immerwährender Jagd, und diese aus Mangel allesAnbaues dcsDodens, Geringheit der Volks-Menge, wel-che instinctniafiigerKrieger-Sinn, in Verbindung mit jenerArmuth der Natur nicht aufkommen lasset, werden, wahr,scheinlichcr Weise, diese mehrentheils sehr culturfahigeErd-Cttiche, die immer den 6ten Theil der Erd-Oberflache be-tragen können, so lange wüste lassen, als die Stars-Ab-sichten der cultivirten Nationen es nicht befördern, durchColonien nachzuhelfen, dafl ein Sechstel des Erdkreisesdem Zwecke seiner Erschaffung sich endlich auch nähern möge.

Beschreibung der Kleider -Trachten insbesondre.

I. Europa.

In Dänemark und Norwegen, gehen die un-verheuratheten Weibspersonen bey Feierlichkeiten mitbloßem Kopfe und geflochtenen Haaren, und zuweilen,wenn sie nach Kopenhagen kommen, eben so wie dieWeiber, mit einer in Falten gelegten Haube. Auf demLeibe tragen sie kurzeWämmser mit schmahlen Aermeln,die insgemein Aufschläge haben. Die Röcke, die ge-meiniglich entweder von schwarzer Leinwand oder vonblauem Tuche sind, werden über die Wämmser hinaufgeheftet; sie sind aber auch so kurz, daß sie kaum bisüber die Waden reichen. Wenn sie in ihrem völligenSchmucke sind, müssen sie 8 bis 9 Röcke haben, wieauch einen Pelz von weißen Fellen, welcher künstlich ge-nährt und gestickt ist. Sie tragen gemeiniglich schwarzeStrümpfe, und ihre Schuhe sind wenig von den Schu-hen der Männer unterschieden. Ihre Hals-Tücheroder Kragen haben keine Quasten und Knoten an denEnden. Auf dem'Kopfe tragen die ältlichen Weibereine schwarze Mühe von Corduan, die mit Rauchwerkegefüttert ist. In allen ihren Kleidern, wie auch beyihrer Arbeit, sind sie besonders reinlich.

von der Kleider-Tracht der Isländer bepder-ley Geschlechts, s. im XXXI Th. S. 33 — 35 / und