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fchäften accuro ter seyn werde. Ein Frauenzimmer,und eine Mannsperson, die in der Welt noch erst ihrGlück machen wollen, empfehlen sich sehr schlecht, undlegen ihrem Glücke große Hindernisse in den Weg,wenn sie sich in ihrer Kleidung so nachlässig beweisen.Sie sind selbst Schuld daran, daß man es ihnen nichtzutrauet, daß sie in wichtigen Geschäften accurat undsorgfältig genug seyn werden. Und um dieser Urja-chen willen ist es eine wahre und große Zierde für einenjeden Menschen, wenn er sich beständig mit der nöthi-gen Accuratesse und Sorgfalt ankleidet, zumahl da derWohlstand, die guten Sitten, und das so genannteDecorum, diese Sache ohnsdieß fordern.
Ich halte es für ein wichtiges Stück der Kinder-Zucht, daß man die Kinder bey Zeiten zu dieser Sorg-falt gewöhne. Viele Aeltern sind darin so nachlässig,daß sie ihre 'Kinder den ganzen Tag in der nachlässig-sten und liederlichsten Kleidung herum laufen lassen.Die Kinder gewöhnen sich dieses nachlässige Wesen an,und werden mit der Zeit in wichtigern Dingen eben sonachlässig. Wenn Man aber bey Kindern dergleichenUnordnung nicht duldet, so werden sie es endlich ge-wohnt, und sie bekommen, dadurch eine Fertigkeit,wichtigere Sachen mit der größten Sorgfalt zu thun.
Eine obrigkeitliche Verordnung in Ansehung derKleider, worin besonders der Kleider-Pracht Grän-zen geseßet werden, und, in dieser Absicht, jedemStande und jeder Classe der Einwohner eines Statesvorgeschrieben wird, was für Kleider sie tragen sollen,wird die Rleider • Ordnung, L. Lex s. Ordinatiovestiaria, genannt. Ehedem waren diese Kleider-Ordnungen sehr gebräuchlich. Man hielt sie für einensehr ernstlichen Gegenstand der Polizey, ja für ein sowichtiges Geschäft, daß der ganze Reichs-Tag inDeutschland, sich mehr als ein Mahl damit beschäftigt,
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