Klempener. 357
fchen Ländern, wo die benachbarten fremden Klempe-ner auf den Jahrmärkten der kleinen Städte alle ihreWaren in einer Stunde los werden, und viel Geldmit fort schleppen; wobey auch noch diese Beschwer-lichkeit sich mit einfindet, daß die Käufer, die derglei-chen Waren nicht entbehren können, ihnen, unter demVorwande des gestiegenen Blech-Preises, dafür be-zahlen müssen, was sie fordern. Der Klempener wirdeinem großen State, welcher oft in Krieg verwickeltwird, auch aus der Ursache nothwendig und unentbehr-lich, weil er nicht allein die unzählig vielen Feld-Fla-schen für die Armee, sondern auch die Pontons zu denSchiff-Brücken verfertigt, auch in großen Städten dieblechernen Dach-Rinnen macht, und die Dächer derKirchen, Thürme und großen Pailäste, mit Eisen-Bleche deckt. Und wenn in einem State Blech-Häm-mer vorhanden sind, so dienen die Klempener densel-ben zu großer Beförderung, indem sie den Absah desBleches vermehren helfen. Ja, wenn auch keineBlech - Hammer sind, und wo man sich des ausländ-ischen Bleches bedienen muß, da bleibt der Klempenerallemahl ein nützlicher Professionist, und fein Gewerbeallemahl einträglich, weil seine Arbeit den Werth desBleches selbst gemeiniglich übersteigt.
Der Klempener bedarf keiner großen Unterstütz-ung von Seiten der Regierung, indem er zu feinerProfession eben keine große Anlage und Vorschuß anGelde nöthig hat. Sein Handwerkszeug besteht, wieaus der obigen Beschreibung zu ersehen ist, in wenigenund gar nicht kostbaren Stücken; und feine vornehmsteund wichtigste Materialien sind Eisen - und Messing-Blech, welches er gemeiniglich in kleinen Quantitätenkauft. Zuweilen verzinnet er sein Eisen-Blech selbst;daß er aber seine Waren ganz aus schwarzem Blechevöllig verfertigen, und sie hernach erst, also verfertigt,verzinnen soll, wie dü Hamel und von Justi in Vor-
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